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07.05.2013
Intersolar Europe

Neue Geschäftsmodelle für PV-Branche

170 Aussteller sind für die Produktsparte Energiespeicher zur Intersolar Europe 2013 angemeldet. (Quelle: Solar Promotion)
170 Aussteller sind für die Produktsparte Energiespeicher zur Intersolar Europe 2013 angemeldet.
Der deutsche Photovoltaikmarkt ist in Bewegung. Gesetzliche Regelungen und die Preisentwicklung für PV-Anlagen verändern die Rahmenbedingungen der Branche. Gerade kleinere und mittlere Unternehmen (KMU) können hiervon profitieren. Versprach in der Vergangenheit vor allem die Einspeisevergütung eine ausreichende Rendite, entwickeln sich jetzt neue Geschäftsmodelle: Eigenverbrauch und Direktvermarktung werden immer attraktiver. Auch in der Finanzierung von Anlagen eröffnen sich neue Perspektiven, wie das Anlagen-Leasing oder Bürgerenergiegenossenschaften.

Der Wunsch nach Unabhängigkeit als Treiber


Bisher war vor allem die Einspeisevergütung ein Anreiz, um in Solarstrom zu investieren. Aufgrund steigender Strompreise, sinkender Einspeisevergütung und sinkender Modulpreise wird jetzt auch der Eigenverbrauch von selbst erzeugtem Solarstrom immer attraktiver. Laut der Strompreisanalyse des Bundesverbands der Energie und Wasserwirtschaft (BDEW), Berlin, stieg der Strompreis für Privathaushalte in den letzten fünf Jahren von durchschnittlich 20,64 Ct/kWh auf 25,89 Ct/kWh im Jahr 2012. Ein weiterer Preisanstieg ist zu erwarten. Vor diesem Hintergrund stellt der Eigenverbrauch von Solarstrom eine attraktive Alternative zu herkömmlich erzeugtem Strom dar. Dank günstiger Preise für PV-Anlagen lässt sich Solarstrom in Deutschland bereits für 12 bis 15 Ct/kWh erzeugen. Der Wunsch nach Unabhängigkeit und nach langfristig kalkulierbaren Strompreisen bestimmt darum zunehmend die Kaufentscheidungen von privaten und gewerblichen Investoren und Unternehmen.

Vom Produkt- zum Systemanbieter


Diese veränderten Anforderungen bieten der Photovoltaikbranche Chancen für die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle, Produkte und Serviceangebote. Beim Eigenverbrauch in Privathaushalten, wie auch in Industrie und Gewerbe, geht der Trend hin zu Kombinationsmöglichkeiten mit weiteren Systemkomponenten, wie Energiespeichern und Wärmepumpen in Verbindung mit Energiemanagementsystemen. Energiespeicher ermöglichen es, überschüssigen Strom vorrätig zu halten. Solarstrom kann Klimaanlagen und Wärmepumpen antreiben und intelligente Steuerungen ermöglichen es, die Stromproduktion- und Nutzung mit den Haushaltsgeräten abzustimmen. Auch Planer und Entwickler profitieren von dieser Entwicklung, da der Eigenverbrauchsmarkt spezialisiertes Fachwissen und einen erhöhten Beratungsbedarf erfordert, um die individuellen Bedürfnisse bedienen zu können.

Informationsangebot auf der Intersolar Europe


Informationen zu diesen und weiteren Themen bietet die Intersolar Europe 2013 in konzentrierter Form vom 19. bis 21. Juni auf der Messe München. Zahlreiche Unternehmen präsentieren Komplettlösungen für den Eigenverbrauch von Solarstrom und allein 170 Aussteller sind für die Produktsparte Energiespeicher angemeldet. Zudem erfahren die Besucher im Rahmen des Vortragsprogramms der PV Energy World und in Messeworkshops und Rundgängen das Neueste zu den Themen Energiespeicher und Eigenverbrauch. Die Intersolar Europe Conference vom 17. bis 20. Juni 2013 vertieft die Themen der Messe und widmet ihnen am 18. Juni 2013 von 10 Uhr bis 15:30 Uhr eine Doppelsession „New Business Modells for the PV Industry“. ■
Jochen Vorländer

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