TGA-Newsletter: 17-2009 | 18.12.2009

ERNEUERBARE

Bundesbürger unterstützen Erneuerbare

Eine klare Mehrheit der Deutschen wünscht sich den weiteren starken Ausbau und die unverminderte Förderung erneuerbarer Energien. Die breite Zustimmung kommt aus allen politischen Lagern. Kommunal- und Landespolitiker sollen sich stärker für erneuerbare Energien engagieren. Die Mehrheit fordert zudem, dass die externen Kosten aller Energieträger in der Stromrechnung transparent gemacht werden. Dies sind einige zentrale Ergebnisse der 3. jährlichen Forsa-Umfrage zur Akzeptanz der erneuerbaren Energien in Deutschland. Auftraggeber der Umfrage ist die Agentur für Erneuerbare Energien.

Hohe Akzeptanz, auch für die Kosten
Deren Geschäftsführer Jörg Mayer zeigt sich erfreut über das klare Meinungsbild, das die bevölkerungsrepräsentative Umfrage ergeben hat: „Trotz kontroverser Diskussion um die Energiepolitik der Zukunft ist die hohe Akzeptanz erneuerbarer Energien seit Jahren ungebrochen. 95 % der mehr als 1000 Befragten halten den Ausbau und die verstärkte Nutzung der erneuerbaren Energien für wichtig bis außerordentlich wichtig. Und 78 % der Bevölkerung hätten am liebsten Strom aus regenerativen Quellen für die eigene Stromversorgung“, so Mayer.

Dabei ist den Befragten sehr wohl bewusst, dass der Umstieg auf Erneuerbare Energien nicht zum Nulltarif zu haben ist: Vor die Wahl gestellt, Investitionen eher in den Ausbau erneuerbarer Energien zu lenken oder vorläufig weiter in herkömmliche Energieträger wie Kohle, Gas und Atomkraft zu investieren, plädieren 81 % der Befragten für einen stärkeren Ausbau der erneuerbaren Energien. Dafür sollte die Förderung nach Meinung von 76 % der Befragten auf bisherigem Niveau beibehalten werden. Lediglich 20 % wollen die Förderung der erneuerbaren Energien lieber absenken. Dabei spielt die Parteienpräferenz der Befragten eine eher untergeordnete Rolle.

Anlagen in der Nachbarschaft werden akzeptiert
Neben den finanziellen Ausgaben werden auch die technischen Anlagen zur Erzeugung regenerativen Stroms von einer breiten Mehrheit der Bevölkerung akzeptiert. Knapp drei Viertel der Befragten (73 %) fänden Erneuerbare-Energien-Anlagen in ihrer Nachbarschaft „sehr gut“ oder „gut“. Jörg Mayer verweist dabei auf eine Besonderheit: „Die detaillierte Aufschlüsselung der Befragten erlaubt auch Rückschlüsse darauf, wie Menschen, die bereits konkrete Erfahrungen mit erneuerbaren Energien gesammelt haben, die Anlagen bewerten. Das Ergebnis ist in allen Kategorien eindeutig: Wer Erneuerbare Energien bereits aus der eigenen Umgebung kennt, bewertet sie sogar überdurchschnittlich gut. Beispiel Windenergie: 55 % der Gesamtbevölkerung stehen Windkraftanlagen positiv gegenüber. In der Gruppe, die Windräder in der Nachbarschaft haben, wächst die Zustimmung auf 74 %.“ Folglich will auch eine große Mehrheit der Befragten (81 %) Landes- und Kommunalpolitiker stärker in die Pflicht nehmen, die erneuerbare Energien voranzubringen.

Interesse an Ausweisung externer Kosten
Erstmals war ein Fragenkomplex zu externen Kosten der Energieversorgung Teil der Umfrage. „Externe Kosten“ entstehen durch Gesundheits-, Umwelt- und Klimaschäden, die durch die verschiedenen Energieträger in unterschiedlicher Höhe entstehen. Dabei ermittelte Forsa, dass 88 % der Befragten auf ihrer Energiekostenabrechnung eine regelmäßige Information über entstandene externe Kosten wünschen. „Dies wäre ein guter und wichtiger Beitrag, um jeden einzelnen Bürger für einen besseren Klimaschutz zu sensibilisieren“, so Jörg Mayer. (Zusammenfassung weiterer Ergebnisse) ToR

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