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16.02.2011
VDI-Richtlinienarbeit

Heizen mit Holzpellets soll sicherer werden

Das Heizen mit Holzpellets hat in den vergangenen Jahren stetig zugenommen. Der Umgang mit dem nachwachsenden Energieträger erfordert aus umwelt- und sicherheitstechnischen Gründen besondere Achtsamkeit, damit es nicht zu Unfällen kommt, beispielsweise durch erhöhte CO-Konzentrationen kommt. Doch in vielen Branchenkreisen ist das noch nicht angekommen. Seit TGA Fachplaner vor etwa einem Jahr eine Warnung vor Kohlenmonoxid im Pelletlager veröffentlichte, wird regelmäßig an uns herangetragen, diesen Bericht von der Internetseite zu nehmen, da die Gefahren nicht real seien. Zwar schließt der DEPV „bei sachgemäßem Umgang mit Lager- und Heizräumen im Privathaushalt von normgerechten Holzpellets eine Gesundheitsgefährdung aus“, weist aber gleichzeitig darauf hin, dass es unter bestimmten Bedingungen doch zu einer Gefährdung kommen kann (TGA Fachplaner berichtete). Wie real die Gefahr ist, hat erneut ein Todesfall in einem Holzpellet-Lager durch eine Kohlenmonoxidvergiftung aufgezeigt (Zeitungsbericht), wobei noch nicht geklärt ist, wie die erhöhte CO-Konzentration entstanden ist, prinzipiell bekannte Ursachen sind Zersetzungsprozesse oder ein Rückbrand.

Richtlinienentwurf bis Mitte 2012


Nun erarbeitet ein Expertengremium der Kommission Reinhaltung der Luft im VDI und DIN (KRdL) in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) und dem Deutschen Energieholz- und Pellet-Verband (DEPV) eine VDI-Richtlinie zum Thema. „Wir wollen unter Einbezug aller beteiligten Kreise Aspekte wie Geruchsbelästigung, CO-Emissionen und Explosionsgefahren aufgreifen“, sagt Projektbetreuer Peter Plegnière von der KRdL. „Die geplante VDI-Richtlinie wird den aktuellen Stand der Technik für die sichere Lagerung von Holzpellets beschreiben. Der VDI stellt damit eine einheitliche und rechtssichere Planungs- und Verhandlungsgrundlage zur Verfügung.“ Die Veröffentlichung des Entwurfs dieser VDI-Richtlinie, der einem öffentlichen Einspruchsverfahren unterliegt, ist Mitte 2012 geplant. Fragen, Anregungen und Kommentare zu dem Richtlinienprojekt nimmt die Kommission Reinhaltung der Luft im VDI und DIN entgegen. ■
Jochen Vorländer

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