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06.12.2011
LichtBlick

Erste ZuhausKraftwerke in NRW installiert

Der Energieanbieter LichtBlick, Hamburg, hat in Nordrhein-Westfalen die ersten zehn ZuhauseKraftwerke installiert. Sie stehen in Privatgebäuden in Essen, Gelsenkirchen und Castrop-Rauxel. Die erdgasbetriebenen Mini-KWK-Anlagen von Volkswagen versorgen die Gebäude mit Wärme, den Strom speist LichtBlick komplett ins öffentliche Stromnetz ein. NRW ist nach Hamburg, Berlin (Bericht von TGA Fachplaner) und Niedersachsen (Bericht von TGA Fachplaner) das vierte Bundesland, in dem der Energieversorger ZuhauseKraftwerke in Betrieb nimmt.

Betriebsweise: „Intelligent wärmegeführt“


Insgesamt hat LichtBlick bislang 330 ZuhauseKraftwerke mit einer Gesamtleistung von 6,5 MW ans Netz angeschlossen. Bis Ende 2011 sollen 400 Anlagen installiert sein. Das Unternehmen plant, in Zukunft 100.000 vernetzte Anlagen mit einer Gesamtleistung von 2000 MW dezentral zu platzieren. Die ZuhauseKraftwerke werden per Mobilfunk aus der LichtBlick-Unternehmenszentrale gesteuert und „intelligent wärmegeführt“ betrieben. Ein Wärmespeicher ermöglicht es, den Betrieb des ZuhauseKraftwerks weitgehend vom aktuellen Wärmebedarf im Gebäude zu entkoppeln. Die Anlagen werden so gesteuert, dass sie Elektrizität (LichtBlick-Terminus aufgrund der Kollektiverzeugung: SchwarmStrom) produzieren und ins Netz einspeisen, wenn die Nachfrage (und damit der Preis) hoch ist. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn nicht ausreichend Elektrizität aus Windkraft- und Photovoltaik-Anlagen zur Verfügung steht.

Zur Wärmeversorgung ab 45.000 kWh/a


„Mit ZuhauseKraftwerken realisiert LichtBlick die zeitgleiche Strom- und Wärmeerzeugung so intelligent wie nie zuvor. Wir senken den Energieverbrauch der Gebäude. Und wir speisen SchwarmStrom dann ein, wenn die Windräder still stehen. Dabei sparen wir bis zu 60 % CO2. So können wir einen wichtigen Beitrag zur Energiewende im Energieland NRW leisten“, so Dr. Christian Friege, Vorstandsvorsitzender von LichtBlick. Die Wärmeversorgung aus ZuhauseKraftwerken eignet sich für Eigentümer großer Einfamilien- bzw. Zwei- und Mehrfamilienhäuser, für Wohnungsbaugesellschaften, Gewerbetreibende, Kommunen, soziale Einrichtungen oder Kirchen. Voraussetzung ist ein Gasverbrauch von mindestens 45.000 kWh/a oder 5000 l/a Heizöl sowie ein Gasanschluss. Die Anlage bleibt im Eigentum des Energieversorgers. LichtBlick mietet den Kellerraum des Kunden und stellt das ZuhauseKraftwerk für einen Investitionskostenzuschuss ab 5000 Euro bereit und beliefert die Kunden mit Wärme. ■
Jochen Vorländer

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