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20.–22.10.2026, Potsdam

Geothermiekongress 2026: For­schung, Praxis und glo­bale Trends

Stockwerk-Fotodesign - stock.adobe.com

Der Geothermiekongress 2026 in Potsdam bietet ein um­fang­rei­ches Pro­gramm mit Work­shops, Ex­kur­sio­nen und mehr als 300 Fach­beiträgen.

Vom 20. bis 22. Oktober 2026 findet der Geothermiekongress im Kongresshotel Potsdam statt. Die Veranstaltung, die zum 25. Jubiläum nach Potsdam zurückkehrt, bringt Fachleute aus Wirtschaft, Politik und Forschung zusammen. Als Hauptwissenschaftspartner unterstützt das GFZ Helmholtz-Zentrum für Geoforschung den Kongress. Das Programm umfasst über 300 Beiträge in 28 Fachforen und 14 Workshops sowie eine Posterausstellung. Die Zahl der eingereichten Vorträge und Poster liegt über dem Vorjahresniveau.

Inhaltliche Schwerpunkte und Trends

Das Wissenschaftliche Komitee hat aus den Einreichungen ein vielseitige Programm zusammengestellt. Prof. Dr. Horst Rüter, Leiter des Wissenschaftlichen Komitees des DGK, stellt eine zunehmende Bedeutung von geothermischer Energiespeicherung und petrothermalen Systemen fest. Auch nichttechnische Themen wie kommunale Wärmeplanung und öffentliche Akzeptanz gewinnen an Relevanz.

Der Workshoptag am 20. Oktober bietet in 14 Sessions praxisnahe Einblicke. Dazu gehören bohrtechnische Fragestellungen, die Entwicklung tiefengeothermischer Fernwärmeprojekte und die Bewertung lokaler Potenziale. Weitere Themen sind die Nutzung oberflächennaher Geothermie in Verbindung mit kalten Nahwärmenetzen, Wärmespeicherung, Fernwärmenetzen, Planungssoftware und Akzeptanzforschung.

An den Kongresstagen, dem 21. und 22. Oktober, stehen in 28 Fachforen vielfältige Einsatzmöglichkeiten der Geothermie im Mittelpunkt. Das Spektrum reicht von Exploration, Erschließung und Bohrtechnik über EGS, Thermalwässer und Lithiumgewinnung bis zur oberflächennahen Geothermie mit Themen wie Erdwärmesonden, Planung und Anlagenoptimierung. Kommunale Wärmeplanung, Wärmenetze und Speicher, Modellierung sowie die rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen bilden weitere Schwerpunkte.

Nachwuchsförderung und internationale Beteiligung

Die begleitende Posterausstellung mit einem Posterwettbewerb bietet Nachwuchswissenschaftlern eine Plattform, um ihre Forschungs- und Abschlussarbeiten einem Fachpublikum vorzustellen. Der Bundesverband Geothermie e. V. zeichnet die beste Präsentation aus.

Der Kongress weist eine internationale Ausrichtung auf, mit Einreichungen aus 16 Ländern. Ungarn ist in diesem Jahr Partnerland. Die Hungarian Geothermal Association (HGA) fördert dort seit 1995 die Geothermie. Ungarn nutzt seine geothermischen Ressourcen für Fernwärme, Landwirtschaft und Balneologie.

Gregor Dilger, Geschäftsführer des Bundesverbandes Geothermie e. V., hebt den internationalen Austausch hervor. Neben englischsprachigen Sessions wird eine app-gestützte Simultanübersetzung zwischen Deutsch und Englisch für alle Sessions der Kongresstage sowie für zahlreiche Workshops angeboten.

Praxisnahe Einblicke und Austauschmöglichkeiten

Neben dem wissenschaftlichen Programm bietet der Geothermiekongress Gelegenheiten zum persönlichen Austausch, etwa beim Icebreaker-Abend am 20. Oktober und beim Gesellschaftsabend mit Bootsfahrt am 21. Oktober.

www.der-geothermiekongress.de

Fünf Exkursionen in Potsdam und der Region Berlin-Brandenburg ermöglichen Einblicke in die praktische Umsetzung der Geothermie. Besichtigt werden unter anderem das erste Tiefengeothermie-Heizwerk der Landeshauptstadt Potsdam sowie das Heizkraftwerk Potsdam Süd. Eine gemeinsame Tagesexkursion führt zum Reallabor GeoSpeicherBerlin und zur Geothermieforschungsplattform Groß Schönebeck. ■
Quelle: Bundesverband Geothermie / ml

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