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Energiebilanz

Fußball-WM: Energieverbrauch der Spieler und Schiedsrichter

E.on Energie Deutschland

Während der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 verbrauchen die Spielfeld-Akteure in 104 Partien rund 2,99 Mio. Kilokalorien. Das klingt gewaltig, verglichen mit dem Jahresenergieverbrauch eines typischen Haushalts ist aber relativ wenig.

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko ist auch energetisch ein Turnier der Superlative: In den 104 Spielen werden Feldspieler, Torhüter und Schiedsrichterteams nach Berechnungen von E.on zusammen etwa 2,99 Millionen Kilokalorien verbrennen.

Betrachtet man die berechnete Energiemenge als Endenergie, entspricht sie etwa 3472 kWh – und damit ungefähr dem jährlichen Stromverbrauch eines durchschnittlichen 3-Personen-Haushalts. Weitere Alltagsvergleiche: Mit 3472 kWh könnte ein Elektroauto rechnerisch rund 17.000 km weit fahren. Auch der jährliche Strombedarf einer effizienten Wärmepumpe in einem gut gedämmten Einfamilienhaus kann in dieser Größenordnung liegen. Geliefert als Erdgas oder Heizöl (etwa 333 Liter) reicht die Energiemenge im gleichen Gebäude kaum für zwei Monate in der Heizperiode. Für die aktuelle öffentliche Strombereitstellung wird allerdings in thermischen Kraftwerken noch deutlich mehr Energie eingesetzt als an die Stromkunden ausgeliefert wird.

Der größte Anteil der körperlichen Energieleistung entfällt mit rund 2,56 Mio. Kilokalorien auf die Feldspieler. Die Schiedsrichterteams kommen auf etwa 269.000 Kilokalorien und die Torhüter auf rund 156.000 Kilokalorien. Auf Basis dieser Berechnung kommen die eingesetzten Spieler der deutschen Nationalmannschaft in ihren vier Turnierspielen – eines davon mit Verlängerung – auf rund 55.000 verbrauchte Kilokalorien.

Näherungsweise Berechnung über MET-Werte

Die näherungsweise Berechnung erfolgte mit fachlicher Unterstützung der Abteilung Sporternährung im Institut für Biochemie der Deutschen Sporthochschule Köln. Grundlage der Auswertung waren Körpergewicht, Spielzeit und sogenannte MET-Werte. MET steht für „Metabolisches Äquivalent“ und beschreibt den Energieverbrauch körperlicher Aktivitäten im Verhältnis zum Ruheumsatz.

Für wettkampfnahes Fußballspielen wurde ein MET-Wert von 10 angesetzt. Für Torhüter sowie Schiedsrichterteams wurden auf Basis typischer Laufleistungen entsprechend angepasste Werte verwendet. Angenommen wurden ein durchschnittliches Körpergewicht von 80 kg und die reine reguläre Spielzeit ohne Aufwärmphase und Nachspielzeit. Spiele mit Verlängerung wurden bis einschließlich 13. Juli 2026 einbezogen. Der tatsächliche Energieumsatz kann je nach Spielintensität, Laufleistung, Einsatzzeit und individueller Konstitution abweichen.

Plausibilitätskontrolle

Rechnet man mit dem Ergebnis rückwärts, ergeben sich inkl. 7 Verlängerungen (bis zum 18. Juli 2026) insgesamt 106,33 Partien à 90 min bzw. 1,5 h und 32,65 kWh pro reguläre Spielzeit und eine gemittelte Leistung von 21,77 kW. Bei 25 Akteuren auf dem Platz entspricht das einem Energieumsatz von 870 W pro Akteur. Bei sehr hoher Aktivität sind solche Werte auf Basis der Auslegungskennwerte für Klimaanlagen plausibel. TGA- und Klimatechnikplaner können somit ein Bestätigungshäkchen für die Größenordnung setzen. ■
Quelle: E.on / jv