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Conrad Electronic entwickelt seine Beschaffungsplattform weiter. Geschäftskunden können seit September 2026 das gesamte Marktplatz-Sortiment beschaffen, ohne einen einzigen neuen Lieferanten anlegen zu müssen.
Conrad ist für jeden Artikel auf der Plattform alleiniger Vertragspartner und Rechnungssteller. Dies gilt über alle Vertriebskanäle hinweg. Millionen Produktangebote, die bisher eine eigene Lieferantenanlage, Prüfung und Abstimmung erforderten, können nun unter denselben Bedingungen wie das Conrad-eigene Sortiment bezogen werden.
Administrative Hürden entfallen
Bisher lagen Conrad-eigenes Sortiment und Marktplatz-Artikel zwar im selben Warenkorb und liefen über denselben Checkout. Danach musste jedoch jeder Marktplatz-Partner als eigener Lieferant angelegt, geprüft und abgerechnet werden. Stammdatenpflege, Compliance-Prüfungen, Abstimmung von Zahlungsbedingungen und Kreditorenfreigaben bedeuteten einen erheblichen manuellen Aufwand. Unternehmen mit strengen Einkaufsrichtlinien und Freigabeprozessen haben die Conrad Sourcing Platform deshalb für Marktplatz-Artikel nicht in vollem Umfang genutzt.
Mit der Neuerung entfällt diese Hürde vollständig. Kunden erhalten die Rechnung immer direkt von Conrad. Conrad ist der Vertragspartner, zentraler Ansprechpartner für Fragen zu Bestellung oder Zahlung und bietet alle verfügbaren Zahlungsarten für ausnahmslos alle Artikel auf der Plattform an. Dabei spielt es keine Rolle, ob ein Unternehmen im Online-Shop bestellt oder per E-Procurement an die Conrad Sourcing Platform angebunden ist.
Potenzial zur Prozesskostenreduktion
Die Maßnahme soll dazu beitragen, die Prozesskosten von Unternehmen bei der Beschaffung ihres technischen Bedarfs zu senken. Laut BME-Benchmark 2025 kostet eine einzelne Bestellung in der indirekten Beschaffung durchschnittlich 121,75 Euro. Diese Kosten fallen allein für die Transaktion an, nicht für das Produkt.
Ralf Bühler, CEO von Conrad Electronic, dazu: „Die eigentliche Herausforderung beschaffender Unternehmen ist weniger der Produktpreis, sondern der Aufwand hinter dem Prozess.“ Er ergänzt: „Wer Marketplace-Partner separat anlegen, koordinieren und abrechnen muss, verliert Zeit und Ressourcen, die im strategischen Einkauf besser aufgehoben wären. Mit ‚Alles auf einer Rechnung‘ reduzieren wir die administrative Komplexität und machen so die Conrad Sourcing Platform für unsere Geschäftskunden einfacher nutzbar.“
Kuratiertes Sortiment bleibt bestehen
Die Auswahlkriterien für das Produktangebot bleiben unverändert. Zugelassen sind weiterhin ausschließlich vorselektierte Partner, deren Produkte zum Qualitätsanspruch von Conrad und zum definierten Sortiment des technischen Bedarfs passen. „Ein offener Marktplatz wäre für unsere Kunden kein Fortschritt. Deshalb bleibt der Conrad Marketplace kuratiert – gerade jetzt, wo wir für jeden Artikel einstehen“, so Bühler. ■
Quelle: Conrad Electronic / fl