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Heizungswende

Smart-Meter-Roll­out: thermondo kooperiert mit Energy Mete­ring

thermondo und Energy Metering arbei­ten zusam­men, um den bun­des­weiten Smart-Meter-Rollout zu beschleu­nigen.

ARVD73 - stock.adobe.com

Im Rahmen ihrer strategischen Partnerschaft wollen die beiden Unternehmen bereits im Jahr 2026 mehrere Tausend intelligente Messsysteme installieren. Ziel der Kooperation ist es, den Austausch herkömmlicher Zähler in privaten Haushalten deutlich zu beschleunigen.

Kostenfreier Smart Meter für mehr Einsparungen im Eigenheim

thermondo-Neukund:innen in ganz Deutschland erhalten künftig bereits vor der Installation ihrer Wärmepumpe ein intelligentes Messsystem – ohne zusätzliche Anschaffungskosten. Energy Metering übernimmt dabei den gesamten Bereitstellungsprozess von der Finanzierung bis zur Installation des Smart Meters. Das Angebot fügt sich als fester Bestandteil in thermondos Komplettpaket ein.

thermondo setzt bei der Zusammenarbeit gezielt auf Energy Metering als wettbewerblichen Messstellenbetreiber. Die Partnerschaft baut auf einer erfolgreichen Pilotphase mit einigen Hundert Installationen auf und wird nun bundesweit auf alle neuen Bauvorhaben ausgerollt.

Smart Meter: digital, transparent und kostensparend

Intelligente Messsysteme – besser als Smart Meter bekannt – bieten handfeste wirtschaftliche Vorteile und stärken die dezentrale Flexibilität im Energiesystem: Sie machen den Stromverbrauch im Haushalt viertelstundengenau transparent. Dadurch können Verbraucher:innen Preissignale des Marktes, wie zeitvariable Netzentgelte oder dynamische Stromtarife, in vollem Umfang nutzen. Der Verbrauch von Wärmepumpen, Wallboxen oder Speichern kann dabei flexibel in Zeitfenster mit günstigem Strom und geringer Netzlast verschoben werden. Das spart sowohl individuelle als auch Systemkosten.

thermondo-Kund:innen können mit einem dynamischen Stromtarif bis zu 20 % Einsparungen gegenüber Fix-Tarifen erzielen. Während der Smart Meter Einbau durch Energy Metering kostenfrei bleibt, fallen für den Betrieb Gebühren im Rahmen der gesetzlich vorgegebenen Preisobergrenzen an. Die Kosten amortisieren sich durch laufende Einsparungen im Betrieb in der Regel schnell.

Regulatorik: Politischer Richtungswechsel gefährdet Ausbauziele

Laut Energiewirtschaftsgesetz (§ 14a) sind Smart Meter seit Anfang 2025 für Haushalte mit einer steuerbaren Verbrauchseinrichtung oder einem Jahresstromverbrauch von über 6000 kWh verpflichtend. Für den Einbau sind grundsätzlich die Netzbetreiber als grundzuständige Messstellenbetreiber (gMSB) zuständig. Mindestens 20 % dieser Pflichteinbaufälle sollten zum Stichtag Ende 2025 mit einem Smart Meter ausgestattet sein. Laut dem kürzlich von Octopus Energy und anderen Stromanbietern veröffentlichten Smart Meter Atlas liegen 85 % der 814 grundzuständigen Messstellenbetreiber unter der vorgeschriebenen Mindestvorgabe. Auf alle Haushalte bezogen bleibt Deutschland mit einer Installationsquote von lediglich 3,8 % weiterhin ein Schlusslicht in Europa.

Vor diesem Hintergrund betonen beide Kooperationspartner die Wichtigkeit des wettbewerblichen Messstellenbetriebs für die Energiewende. Damit unterstützen sie die Forderung eines breiten Bündnisses aus knapp 30 Unternehmen und Verbänden, das vor wenigen Wochen ein klares politisches Bekenntnis zu Wettbewerb, Innovation und offenen Märkten im Messwesen forderte. Für schnelle und pragmatische Fortschritte beim Smart Meter Rollout seien bundesweit tätige, wettbewerbliche Anbieter gefragt. Die deutschlandweite Ausstattung von Haushalten mit Smart Metern könne nur durch Standardisierung, bundesweite Skalierung und konsequente Prozess- und Qualitätsstandards gelingen. Der wettbewerbliche Messstellenbetrieb sei hierfür eine entscheidende Stellschraube. ■
Quelle: thermondo / ml

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