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TGA-Hersteller

Johnson Controls baut Pro­duk­tion von Groß­wär­me­pumpen aus

Der EU-Kommissar für Energie und Wohnungswesen, Dan Jørgensen, feierte gemeinsam mit dem Bürgermeister von Aarhus, Anders Winnerskjold, und dem Referenten für EU-Politik, Rasmus Beim Hvide, zusammen mit den Mitarbeitern und Partnern von Johnson Controls die Eröffnung der erweiterten Anlage in Holme.

Johnson Controls / Foto: Hartmann Schmidt

Der EU-Kommissar für Energie und Wohnungswesen, Dan Jørgensen, feierte gemeinsam mit dem Bürgermeister von Aarhus, Anders Winnerskjold, und dem Referenten für EU-Politik, Rasmus Beim Hvide, zusammen mit den Mitarbeitern und Partnern von Johnson Controls die Eröffnung der erweiterten Anlage in Holme.

Mit einer erweiterten Anlage in Däne­mark erhöht Johnson Controls die Pro­duk­tions- und Test­kapa­zi­täten für indus­tri­elle Groß­wärme­pumpen.

Johnson Controls hat sein Wärmepumpen- und Kältemaschinenwerk im dänischen Holme bei Aarhus erweitert. Damit stärkt das Unternehmen seine Produktions- und Testkapazitäten für industrielle Großwärmepumpen, um der steigenden Nachfrage in Europa gerecht zu werden. Der Ausbau des Standorts, der vollständig mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen betrieben wird, trägt dazu bei, die europäische Fertigungskompetenz von Johnson Controls auszubauen und die Abhängigkeit von importierten fossilen Brennstoffen zu reduzieren.

Kapazitäten für Großwärmepumpen

Die Erweiterung umfasst 2300 m² zusätzliche Produktionsfläche sowie ein 1800 m² großes Kunden-Experience- und Testzentrum, das den aktuellen Prüfnormen der European Heat Pump Association gemäß EN 14511 entspricht. Dadurch kann Johnson Controls leistungsstarke Wärmepumpen für den Einsatz in der Fernwärme, in der öffentlichen Infrastruktur und in industriellen Anwendungen entwickeln, produzieren und testen. Zu den Anwendungsfällen zählen auch sensible Umgebungen wie Forschungscampi, Life-Science-Labore, Universitäten sowie Unternehmen der Lebensmittel- und Getränkeindustrie. Das Projekt schafft über 100 neue Arbeitsplätze und umfasst die Modernisierung bestehender Gebäude am Standort.

Abwärme und Umweltenergie als Wärmequellen nutzen

Nach Angaben der European Heat Pump Association macht Wärme mehr als 60 % des Energieverbrauchs der europäischen Industrie aus. Das treibt die Kosten in die Höhe und bindet Ressourcen, die sonst für Neuentwicklungen und die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit genutzt werden könnten. Moderne Großwärmepumpen bieten Städten und Industrieunternehmen die Möglichkeit, natürliche Wärmequellen sowie Abwärme aus Abwasser, Meerwasser oder industriellen Prozessen effizient zu nutzen. So lässt sich bislang ungenutzte Energie in bezahlbare, kohlenstoffarme Wärme umwandeln. Im Jahr 2025 halfen die Wärmepumpenlösungen von Johnson Controls Kundinnen und Kunden dabei, ihre Betriebskosten um bis zu 32 % zu senken und ihre Emissionen um bis zu 55 % zu reduzieren.

Wärmepumpen nach künftigen EU-Standards

Im Werk in Holme produziert Johnson Controls kundenspezifische Wärmepumpen und Kältemaschinen der Marke Sabroe sowie wiederaufbereitete Ersatzteile für den Ersatzteilmarkt und die Schifffahrt. Die Technologien verwenden Kältemittel mit sehr niedrigem Treibhauspotenzial (GWP); diese entsprechen den neuen EU-Vorschriften, die ab 2027 bzw. 2030 in Kraft treten.

Johnson Controls hat bereits industrielle Großwärmepumpen an Hunderte Kundinnen und Kunden in Europa und weltweit geliefert, darunter Vattenfall Berlin, EnBW Stuttgart sowie das neue Universitätsklinikum Aalborg in Dänemark. Weitere Projekte, unter anderem in Hamburg, Neustadt in Holstein und Zürich, sollen in den kommenden Jahren in Betrieb genommen werden. ■
Quelle: Johnson Controls / ml