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SHK-Konjunkturbarometer

2026-Q1: SHK-Geschäftsklima stagniert knapp über der Null

VDS / VdZ SHK-Konjunkturbarometer 1. Quartal 2026

Energie­preise und Konsum­zurück­hal­tung be­las­ten: Das SHK-Konjunk­tur­ba­ro­meter ver­bleibt im 1. Quar­tal 2026 auf ein­em nur nie­drigen po­si­tivem Niveau.

Nach wirtschaftlich schwierigen Jahren hatte sich 2025 im Bereich der Haus- und Gebäudetechnik eine Trendwende angedeutet. Im 1. 2026 stagniert die Konjunktur jedoch, anstatt sich nachhaltig zu erholen. Das Geschäftsklima über alle Vertriebsstufen hinweg liegt aktuell bei +3 Punkten. Die Geschäftslage wird mit +1 Punkt etwas schwächer eingeschätzt, die Erwartungen für das nächste Quartal liegen bei +5 Punkten. Damit schneidet der Wirtschaftsbereich Haus- und Gebäudetechnik allerdings noch besser ab als die gewerbliche Wirtschaft insgesamt, deren ifo Geschäftsklima mit −18 Punkten deutlich negativ ausfällt.

VDS / VdZ SHK-Konjunkturbarometer 1. Quartal 2026

Industrie und Installation stabiler als der Großhandel

Über die Vertriebsstufen hinweg ergibt sich ein differenziertes Bild: Industrie (+8) und installierende Unternehmen (+15) bewerten die Konjunktur im 1. 2026 deutlich besser als der Großhandel (−14). Die Industrie verzeichnet inzwischen das fünfte positive Quartal in Folge. Im Auslandsgeschäft liegt das Geschäftsklima mit +11 Punkten leicht über dem Inlandsgeschäft; zugleich fallen die Erwartungen für das kommende Quartal günstiger aus als die momentane Auslandsauftragslage.

Auch die installierenden Betriebe bleiben insgesamt im Plus. Die Geschäftslage wird zwar etwas schwächer eingeschätzt als zuletzt, insbesondere der Kundendienst entwickelt sich jedoch besser als bei Sanitär und Heizung. Die Erwartungen an die kommenden Monate fallen verhaltener aus, vor allem im Sanitärbereich. Die Auftragsreichweite ist auf 11,5 Wochen gesunken und liegt damit unter dem Niveau der Jahre 2021 bis 2025.

VDS / VdZ SHK-Konjunkturbarometer 1. Quartal 2026

Im Großhandel zeigt sich trotz weiterhin negativer Werte eine leichte Verbesserung gegenüber dem Vorjahresquartal. Zusammen mit positiven Umsatzentwicklungen gibt dies Anlass zu vorsichtigem Optimismus. Die Ausstellungen werden jedoch weiterhin schwach bewertet.

Produktbereiche im Vergleich

Auch zwischen den einzelnen Hauptprodukten verläuft die Konjunktur uneinheitlich. Deutlich aufwärts ging es im Bereich Heizung: Das Geschäftsklima verbesserte sich um 11 Punkte auf +9. Hierzu dürften insbesondere die gestiegenen Energiepreise und die hohe Preisvolatilität bei fossilen Brennstoffen beigetragen haben.

VDS / VdZ SHK-Konjunkturbarometer 1. Quartal 2026

Im Sanitärbereich bleibt die Lage dagegen angespannt. Inflation und wirtschaftliche Unsicherheit dämpfen nach wie vor die Investitionsbereitschaft privater Haushalte – insbesondere bei nicht zwingend notwendigen Badsanierungen. Hinzu kommt das schwache Neubausegment. Das Geschäftsklima liegt hier bei −4 Punkten. Auch Lüftung/Klima verharrt mit −3 Punkten im Negativen.

„Aus der Bauwirtschaft kamen zum Jahreswechsel 2025/2026 erste positive Impulse, die auch für die Haus- und Gebäudetechnik Hoffnung auf eine Belebung machten. Diese Hoffnung hat sich bislang jedoch nicht erfüllt. Geopolitische Unsicherheiten, steigende Energiepreise und höhere Immobilienzinsen sorgen erneut für Zurückhaltung bei Investoren und Eigenheimbesitzern. Mehrere Krisen gleichzeitig sowie die anhaltende Verunsicherung durch energie- und gebäudepolitische Debatten haben die Branche zusätzlich belastet. Jetzt kommt es auf klare und verlässliche politische Rahmenbedingungen an.“ Jens J. Wischmann, Geschäftsführer von VdZ und VDS

VdZ / Viviane Wild

Das SHK-Konjunkturbarometer …

… bildet die konjunkturelle Entwicklung der Unternehmen im Wirtschaftsbereich Haus- und Gebäudetechnik ab. Im Auftrag der VdZ, Wirtschaftsvereinigung Gebäude und Energie, und der VDS, Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft, erstellt die B+L Marktdaten GmbH vier Mal pro Jahr die Berichte zum SHK-Konjunkturbarometer (weitere Infos und ältere Berichte). Die Datengrundlage setzt sich aus Primärerhebungen (Onlinebefragung und Telefoninterviews) sowie aus Primärdaten des ZVSHK-Konjunkturpanels zusammen. Zusätzlich fließen ausgewählte Indikatoren zur Bauwirtschaft und zur allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung in den Bericht ein. Die Einschätzungen der befragten Unternehmen werden als Differenz der positiven und negativen Antworten („Salden“) auf einer Skala von −100 bis +100 dargestellt. Ab 2021 enthalten die Berichte in unregelmäßigen Abständen Zusatzfragen zu aktuellen Themen, die für die gesamte Branche relevant sind. ■
Quellen: VdZ, VDS / jv

Der Artikel gehört zur TGA+E-Themenseite TGA-Marktdaten

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