Im März 2026 gab es bei der Heizungsförderung 37.069 neue Projektzusagen. 28 % mehr als im Vormonat. Den größten Stückzuwachs gab es bei Wärmepumpen.
Im März 2026 ist die Nachfrage bei der KfW-Heizungsförderung als Einzelmaßnahme (BEG EM) gegenüber dem Vormonat um 27,9 % gestiegen. In welchem Umfang die am 24. Februar 2026 vorgestellten Eckpunkte für das Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG bzw. GModG) und der Iran-Krieg ab dem 28. Februar 2026 mit einer deutlichen Verteuerung fossiler Brennstoffe zu dem beigetragen haben, lässt sich nicht differenzieren. Was aber relativ klar ist: Das Interesse an Wärmepumpen ist mit dem Ohr an der Branche und gemessen an der Resonanz bei Endkundenveranstaltungen im gesamten 1. Quartal 2026 und bis Mitte April groß.
Im März 2026 liegen die Projektzusagen 35,3 % über dem Vorjahresmonat. Der Zuwachs wird fast ausschließlich von Projekten mit mindestens einer Heizungs-Wärmepumpe getragen (+45,4 %). Bei Biomasse-Heizkesseln gab es gegenüber dem Vorjahresmonat einen Rückgang um 14,6 %.
Da die Zusagen praktisch unmittelbar nach dem Einreichen vollständiger Antragsunterlagen erteilt werden, spiegeln sie das Marktgeschehen zeitnah wider (bei der Antragstellung muss ein Lieferungs- oder Leistungsvertrag, geschlossen unter Vereinbarung einer auflösenden oder aufschiebenden Bedingung der Förderzusage, vorliegen).
JV
Bilanz: 1. Januar bis 31. März 2026
Grundsätzlich ist zu beachten, dass in der „Anzahl der Zusagen ohne Zusatzanträge“ bei Wohneigentümergemeinschaften und Mehrfamilienhäusern lediglich die Basisanträge exklusive Zusatzanträgen berücksichtigt sind, die „Anzahl Zusagen mit Zusatzanträgen“ wird für Januar bis März 2026 mit 107.217 angegeben.
Zudem erfolgt gebäudebezogen die Zusage für einen einzelnen Wärmeerzeuger oder für mehrere Wärmeerzeuger gleichzeitig. Die Anzahl der Wärmeerzeuger kann dadurch die Anzahl der Zusagen übersteigen. Die „Anzahl der Zusagen ohne Zusatzanträge“ dürfte die dichteste Annäherung an die Anzahl der involvierten Heizungsanlagen sein.
Im Zeitraum 01.01. bis 31.03.2026 wurden erteilt:
- 89.631 Zusagen ohne Zusatzanträge
- 80.766 Zusagen für Wärmepumpen (WP)
- 71.591 Zusagen mit Effizienzbonus (nur WP)
- 6.165 Zusagen für Biomasse-Heizungen
- 4.428 Zusagen mit Emissionsminderungszuschlag (nur Biomasse)
- 664 Zusagen für Solarthermie
- 2.712 Zusagen für Wärmenetzanschlüsse und
- 58.737 Zusagen mit Klimageschwindigkeits-Bonus
Für die Zusagen (ohne Brennstoffzellenheizungen und ohne innovative Heiztechnik) ergibt sich folgende Wärmeerzeugerstruktur:
- 89,2 % der Zusagen entfallen auf Wärmepumpen
- 6,8 % der Zusagen entfallen auf Biomasse-Heizungen
- 0,7 % der Zusagen entfallen auf Solarthermie-Anlagen
- 3,0 % der Zusagen entfallen auf Wärmenetz-Anschlüsse
- 0,3 % der Zusagen entfallen auf Gebäudenetz-Anschlüsse und
- 0,038 % der Zusagen entfallen auf wasserstofffähige Gas-Heizungen
JV
Anträge für die BEG-EM-Heizungsförderung sind grundsätzlich vor Beginn der Arbeiten zu stellen. Verbindlich reserviert sind die Zuschüsse erst nach einer Zusage durch die KfW. Nach einer Zusage haben die Kunden 36 Monate Zeit, den Heizungsaustausch durchzuführen. Wichtig ist jedoch die Einhaltung von Abschnitt 9.5.1 Zuschussförderung der BEG-EM-Förderrichtlinie. Weitere Infos zur Heizungsförderung: www.kfw.de/nachhaltige-heizung ■
Quelle: BMWE, eigene Berechnungen / jv
Der Artikel gehört zur TGA+E-Themenseite TGA-Marktdaten
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