EEBus Initiative
Ein von der EEBus Initiative für den ZVEH entwickeltes Tool unterstützt Fachbetriebe dabei, die kommunikative Erreichbarkeit von steuerbaren Energieanlagen bei der Inbetriebnahme sicherzustellen und deren erfolgreiche Einrichtung zu prüfen und zu dokumentieren.
Hintergrund ist, dass Wärmepumpen, Klimageräte, Ladeeinrichtungen und Stromspeicher im Rahmen von § 14a des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG / mit einer Nennanschlussleistung über 4,2 kW) sowie Photovoltaik-Anlagen nach § 9 des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) steuerfähig gemacht werden müssen. Das ist eine Aufgabe für elektrohandwerkliche Betriebe, die jedoch auch vor der Herausforderung stehen, nachweisen zu müssen, dass die Kommunikationsfähigkeit der installierten Geräte gegeben ist.
Besonders relevant wird dies, wenn das intelligente Messsystem – also das Smart-Meter-Gateway (SMGW) beziehungsweise die Steuerbox – zum Zeitpunkt der Installation der steuerbaren Einrichtung noch nicht vorhanden ist und damit der notwendige Kommunikationspartner fehlt.
Abhilfe kann hier das von der EEBus Initiative im Rahmen des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten Forschungsprojekts DigiWEMS und in Zusammenarbeit mit dem ZVEH entwickelte EEBUS Handwerkertool (EHWT) schaffen. Es unterstützt Installateure dabei, die digitale Kommunikationsverbindung im Rahmen der Inbetriebnahme von steuerbaren Energieanlagen einzurichten, zu prüfen und die Erreichbarkeit dieser Anlagen zu bestätigen. Das Tool befindet sich aktuell (Mitte Juli 2026) in einer Beta-Version. Die finale Version mit erweitertem Funktionsumfang ist für das vierte Quartal 2026 geplant.
Für den Einsatz wird ein Windows-11-Laptop mit RJ45-Anschluss benötigt. Um Geräte per QR-Code schnell identifizieren zu können, wird zudem eine Kamera empfohlen. Die Anwendung verbindet sich über den RJ45-Anschluss im anlagenseitigen Anschlussraum (AAR) des Zählerschranks direkt mit dem einzurichtenden Gerät. Das Tool simuliert dabei eine Steuerbox oder einen CLS-Adapter und stellt fest, ob die Kommunikationsverbindung zur Anlage hergestellt werden kann. Damit setzt es den im VDE-FNN-Hinweis „Inbetriebnahmeprozess der Verbindung zwischen Steuerungseinrichtungen und steuerbaren Einrichtungen“ beschriebenen Kommunikationstest der digitalen Schnittstelle in die Praxis um.
Der Handwerker kann damit nachweisen, dass die Anlage kommunikativ erreichbar ist, bevor er die Baustelle verlässt. Nach Abschluss des Prüfvorgangs wird automatisch ein Protokoll als PDF generiert, das als Nachweis zur Erstprüfung abgelegt und an den Kunden weitergegeben werden kann. Dieser kann das Protokoll anschließend an den Verteilnetz- oder Messstellenbetreiber übergeben. www.zveh.de www.eebus.org
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