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Marktdaten

2025: Photovoltaik- und Strom­speicher­installationen rückläufig

Nach der Auswertung seiner Frühjahrskonjunkturumfrage 2026 spricht der ZVEH Klartext: „Durch die ak­tu­elle Energie­wen­de­po­li­tik von Wirt­schafts­minis­terin Katherina Reiche wer­den Markt­fel­der der Zukunft beschädigt!“ Im früheren Wachstumsfeld Photovoltaik und bei Stromspeichern waren 2025 die Installationszahlen rückläufig.

Der Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) hat sich schon in den vergangenen Monaten wiederholt zum Energiewende-Kurs der schwarz-roten Bundesregierung geäußert, Maßnahmen kritisiert und in einem Offenen Brief gewarnt, dass ein Nachlassen in den Energiewende-Bemühungen Lasten in die Zukunft verschiebt und dass fehlende Investitionen in die Zukunft Deutschland wichtige Standortvorteile kosten werden.

Dass die elektrohandwerkliche Organisation mit ihren Warnungen richtig lag, zeige nun die Auswertung der Ergebnisse aus der Zusatzfrage im Rahmen der ZVEH-Frühjahrkonjunkturumfrage*). „Wir erleben seit 2023, dass die Zahlen im Photovoltaik-Bereich zurückgehen, weil die Investitionsanreize abnehmen und die Unsicherheit am Markt zunimmt“, berichtet ZVEH-Hauptgeschäftsführer Alexander Neuhäuser.

Hochrechnung: Leistungen der E-Handwerke.

ZVEH

Hochrechnung: Leistungen der E-Handwerke.

Zubau liegt 2024 und 2025 unter dem Ausbauziel

Schon Anfang 2026 hatten ZVEH und BSW-Solar drauf hingewiesen, dass das Ausbautempo 2025 deutlich nachgelassen hat. Der jährliche PV-Zubau von rund 20 GWp, der notwendig ist, um das für das Jahr 2030 gesetzlich verankerte Photovoltaik-Ausbauziel zu erreichen, wurde 2024 und 2025 unterschritten.

Neuhäuser: „Das sollte uns zu denken geben, denn die Energiewende hat – das zeigen die elektohandwerklichen Installationszahlen für 2025 nun Schwarz auf Weiß – dramatisch an Tempo verloren.“ Verantwortlich dafür ist nach Ansicht des Verbandes der Zick-Zack-Kurs der Bundesregierung in Sachen „Energiewende“. Der von Bundeswirtschaftsministerin Reiche angedachte Stopp der Einspeisevergütung für kleine Solaranlagen trage weiter dazu bei, dass der PV-Ausbau an Fahrt verliere – weil Eigenheimbesitzer verunsichert sind.

Rückgänge bei Photovoltaik und Speichern

Konkret sank die Zahl der im Jahr 2025 durch elektrohandwerkliche Betriebe installierten PV-Anlagen auf 355.000. 2024 hatten diese noch 395.000 Solaranlagen installiert. Im Vordergrund stand dabei wie in den Vorjahren die Gebäude-Photovoltaik, also Anlagen, die auf Dächern oder Fassaden von Immobilien errichtet werden. Hier sank die Zahl um ca. 10 % – von 360.000 auf 325.000 Einheiten. Insgesamt waren elektrohandwerkliche Betriebe an rund 72 % der 450.000 in 2025 installierten Dachanlagen beteiligt.

Bei den Batteriespeichern, die in der Regel in Kombination mit PV-Anlagen betrieben werden, zeigt sich ebenfalls ein etwa 10%iger Rückgang bei den Installationszahlen. Diese gingen von 260.000 in 2024 auf 235.000 im Jahr 2025 zurück.

Die Umsatzentwicklung spiegelt den Rückgang in beiden Bereichen wider. Auch sank der Anteil der Betriebe, die in den jeweiligen Bereichen Leistungen erbracht haben. So installierten 2025 nur noch 52,1 % der Betriebe PV-Anlagen. 2024 waren es noch 57,1 %. Neuhäuser warnt: „Das zeigt ganz klar: Betriebe ziehen sich aus diesen Zukunftsbereichen zurück. Das ist insofern problematisch, als es dann bei einem erneuten Hochlauf an Kompetenz und Manpower fehlen wird, sodass wir entscheidende Zeit verlieren, die dem Klimaschutz zugutekäme.“

Entwicklung der Umsatzanteile im Elektrohandwerk.

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Entwicklung der Umsatzanteile im Elektrohandwerk.

Positive Entwicklungen bei den Wärmepumpen

Im Bereich Wärmepumpen zeigt sich eine deutlich positivere Entwicklung. So wachsen nicht nur die Installationszahlen insgesamt. Auch die Zahl der Geräte, an deren Installation elektrohandwerkliche Betriebe beteiligt waren, erhöhte sich deutlich – von 160.000 im Jahr 2024 auf 205.000 in 2025. „Das zeigt: Die Akzeptanz für das Heizen mit Wärmepumpen ist in der Bevölkerung weiter gewachsen – trotz der unglücklichen Kommunikation rund um das ‚Heizungsgesetz‘“, so der ZVEH-Hauptgeschäftsführer.

Dass auch immer mehr E-Betriebe die Installation von Wärmepumpen als attraktives Geschäftsfeld betrachten, zeigt sich daran, dass der Anteil der Betriebe, die Installationsleistungen in diesem Bereich erbrachten, von 44,4 % in 2024 auf jetzt 48,0 % anstieg. Die leicht positive Entwicklung lässt sich auch daran ablesen, dass die Installation von Wärmepumpen und Lüftungsanlagen mittlerweile einen Anteil von 3,8 % am Gesamtumsatz in den Elektro-Handwerken hat (2024: 3,1 %).

Aktivität der E-Handwerke im Bereich der Energiewende.

ZVEH

Aktivität der E-Handwerke im Bereich der Energiewende.

Stagnation im Bereich „E-Mobilität“

Obwohl sich die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen etwas erholt hat, ging die Zahl der neu installierten Ladepunkte in 2025 leicht zurück: von 377.000 im Jahr 2024 auf 360.000 in 2025. Ein Zuwachs war lediglich bei den Ultra-Schnellladestationen zu verzeichnen. Ein Grund für die Stagnation könnte die Diskussion um den Rückzug vom Verbrenner-Aus sein. Auch die Erwartung in der Bevölkerung, dass die Anschaffung von E-Fahrzeugen ab 2026 wieder staatlich gefördert werden könnte, führte 2025 zu einer Investitionszurückhaltung.

Während der Umsatzanteil in den letzten Jahren recht konstant blieb – er lag bei 3,8 % – sank der Anteil der Betriebe, die Installationsleistungen im Bereich der Elektroladeinfrastruktur erbracht haben, leicht – von 68,4 % in 2024 auf nun 67,4 %. ■
Quelle: ZVEH / jv

*) An der vom 10. bis 19.02.2026 durchgeführten Umfrage nahmen 1.641 Betriebe teil.

Der Artikel gehört zur TGA+E-Themenseite TGA-Marktdaten

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