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Marktdaten

Heizkosten 2025: Fernwärme verteuert sich um 27 %

Während die Heizkosten für Erd­gas und Fern­wärme 2025 gestie­gen sind, blieb die Wärme­pumpe deutlich güns­tiger als alle fos­silen Alter­nativen.

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Durchschnittlicher Verbrauch und Kosten bei Heizöl als Heizmedium in den Jahren 2021 bis 2025.

Minol

Durchschnittlicher Verbrauch und Kosten bei Heizöl als Heizmedium in den Jahren 2021 bis 2025.
Durchschnittlicher Verbrauch und Kosten bei Erdgas als Heizmedium in den Jahren 2021 bis 2025.

Minol

Durchschnittlicher Verbrauch und Kosten bei Erdgas als Heizmedium in den Jahren 2021 bis 2025.
Durchschnittlicher Verbrauch und Kosten bei Fernwärme als Heizmedium in den Jahren 2021 bis 2025.

Minol

Durchschnittlicher Verbrauch und Kosten bei Fernwärme als Heizmedium in den Jahren 2021 bis 2025.
Durchschnittlicher Verbrauch (Wärme) und Kosten bei Wärmepumpen als Wärmeerzeuger in den Jahren 2021 bis 2025.

Minol

Durchschnittlicher Verbrauch (Wärme) und Kosten bei Wärmepumpen als Wärmeerzeuger in den Jahren 2021 bis 2025.

Deutschlands Haushalte nutzen Heizenergie insgesamt weiterhin sparsam, während die Kosten je nach Energieträger unterschiedlich stark ansteigen. Das zeigt die aktuelle Wärmekostenstatistik des Immobiliendienstleisters Minol, die auf Basis von Heizkostenabrechnungen aus Hunderttausenden Haushalten den Verbrauch und die Ausgaben für Heizung und Warmwasser im Jahr 2025 analysiert.

Bei Erdgas stieg der durchschnittliche Verbrauch für Heizung und Warmwasser von 119 kWh auf 123 kWh/m2 Wohnfläche in der aktuellen Abrechnungsperiode. Gleichzeitig erhöhten sich die Kosten von 16,03 Euro auf 18,08 Euro/m2, was einem Plus von 12,8 % entspricht.

Bei Heizöl konnte ein steigender Verbrauch für Heizung und Warmwasser von 119 kWh (11,9 l) in 2024 auf 124 kWh (12,4 l) in 2025  pro m2 festgestellt werden. Die Kosten sanken geringfügig von 15,87 Euro auf 15,43 Euro/m2.

Fernwärmekosten steigen deutlich

Bei Fernwärme blieb der Verbrauch nahezu identisch mit 106 kWh in 2024 und 107 kWh/m2 in 2025. Die Kosten erhöhten sich jedoch deutlich um 27,2 % auf 17,94 % pro m2. Hintergrund ist die Funktionsweise des Fernwärmemarkts: Preisanpassungen folgen vertraglich festgelegten Formeln, die Energiepreisindizes mit einem zeitlichen Verzug von bis zu 15 Monaten abbilden. Die Preisspitzen der Energiekrise wirken sich dadurch teilweise erst jetzt auf die Endkundenpreise aus.

Wärmepumpe profitiert von CO2-Bepreisung

Mit einem Verbrauch von durchschnittlich 86 kWh und Kosten von 9,33 Euro/m2 für Heizung und Warmwasser liegt sie hinsichtlich der Kosten deutlich unter allen fossilen Alternativen. Da Wärmepumpen nicht der CO2-Bepreisung für fossile Brennstoffe unterliegen und der steigende Anteil erneuerbarer Energien langfristig dämpfend auf die Strompreise wirkt, könnte dieser Kostenvorteil in den kommenden Jahren weiter wachsen.

Größere Gebäude haben niedrigere Kosten

Ein stabiler Trend zeigt sich weiterhin bei der Gebäudegröße: Je größer ein Gebäude ist, desto niedriger fallen Verbrauch und Kosten pro Quadratmeter aus. Größere Mehrfamilienhäuser profitieren von effizienteren Heizsystemen, gleichmäßiger Wärmeverteilung und geringeren Wärmeverlusten pro Wohneinheit. Auch die Heiznebenkosten wie Wartung, Betriebsstrom oder Verbrauchserfassung fallen dort deutlich geringer aus.

Für eine durchschnittliche Zwei-Personen-Wohnung mit 95 m2 Wohnfläche in einem Zehn-Parteien-Haus lagen die jährlichen Kosten für Heizung und Warmwasser in der aktuellen Abrechnungsperiode bei rund 1718 Euro für eine Erdgasheizung, 1466 Euro bei Heizöl, 1705 Euro bei Fernwärme und etwa 887 Euro bei Nutzung einer Wärmepumpe.

Moderater Verbrauch, steigende Kosten

„Die Zahlen belegen, was wir schon seit Jahren beobachten: Der Verbrauch bleibt moderat, unter anderem begünstigt durch mehr Transparenz bei der Verbrauchserfassung und die Vorgaben der aktuellen Heizkostenverordnung. Dennoch steigen die Kosten, weil Energiepreise, Infrastrukturkosten und Netzentgelte zunehmen. Besonders der Fernwärmeanstieg von über 27 % ist ein Warnsignal“, erklärt Oliver Bartsch, Leiter Abrechnung bei Minol Messtechnik W. Lehmann GmbH & Co. KG.

Gemäß Heizkostenverordnung müssen Vermieter ihre Gebäude bis spätestens Ende 2026 auf fernauslesbare Messtechnik umstellen und ihren Mietern monatliche Verbrauchsinformationen bereitstellen. Damit können Bewohner ihren Energieverbrauch heute deutlich besser nachvollziehen und steuern, was angesichts der hohen Energiepreise umso wichtiger ist.

Digitale Messtechnik unterstützt Energiesparen

Neben digitaler Messtechnik gewinnen ganzheitliche Energielösungen im Gebäudebestand an Bedeutung. Mit dem B.One Guide unterstützt Minol Eigentümer und Immobilienverwaltungen dabei, Sanierungsmaßnahmen strukturiert zu planen und wirtschaftlich umzusetzen. Ziel ist es, die Energieeffizienz von Gebäuden langfristig zu verbessern. B.One Mieterstrom ermöglicht es zudem, lokal erzeugten Solarstrom direkt im Gebäude zu nutzen.

„Die Energiewende im Gebäudesektor ist keine Frage des Ob, sondern des Wann. Wer heute in effiziente Heiztechnik und Sanierung investiert, schützt sich vor den absehbar weiter steigenden Kosten fossiler Energieträger. Minol unterstützt Eigentümer und Vermieter dabei mit intelligenten Lösungen für Messtechnik, Abrechnung und digitale Verbrauchssteuerung“, ergänzt Ralf Görner, Geschäftsführer Minol Messtechnik W.  Lehmann GmbH & Co.  KG. ■
Quelle: Minol / ml

Der Artikel gehört zur TGA-Themenseite TGA-Marktdaten

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