U. J. Alexander – stock.adobe.com
Im Jahr 2025 ist die Zahl der installierten Photovoltaik-Anlagen um 17,6 % auf 4,8 Mio. Anlagen gestiegen. Bei der Nenn-Leistung fiel der Zubau geringer aus.
Im Jahr 2025 haben erneut viele Unternehmen und private Haushalte in Deutschland in die Stromerzeugung mit Solarenergie investiert. So waren zum Jahresende 2025 waren auf Dächern und Grundstücken hierzulande knapp 4,8 Mio. ausspeisende Photovoltaik-Anlagen mit einer Nennleistung von insgesamt rund 106 GWp installiert, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt. Damit nahm die Zahl der Anlagen gegenüber dem Vorjahr um 17,6 % zu, die installierte Leistung stieg im selben Zeitraum um 11,8 %. Zum Jahresende 2024 hatte es gut 4,0 Mio. Photovoltaik-Anlagen mit einer Nennleistung von insgesamt 95 GWp gegeben.
Exkurs: Die Nennleistung steht allerdings nie für die öffentliche Stromversorgung zur Verfügung. Hierfür gibt das Portal Energy-charts für 2025 einen Höchstwert von 50,4 GW am 20. Juni um 12:45 Uhr (MESZ) und für 2024 einen Höchstwert von 44,0 GW am 25. Juni um 13:00 Uhr (MESZ). Im Jahr 2026 lag der Höchstwert bis zum 11. März bereits am 05. März um 12:45 Uhr (MEZ) rund 3,5 Monate vor der Sonnenwende bei 45,3 GW über dem Spitzenwert im Jahr 2024.
Zubau hat sich verlangsamt
Der Zubau bezogen auf die Anzahl der Anlagen hat sich 2025 etwas abgeschwächt: Zum Jahresende 2024 waren 27,7 % mehr Anlagen installiert als zum Jahresende 2023. Ende 2023 hatte der Zuwachs an Photovoltaik-Anlagen gegenüber dem Vorjahr 27,3 % betragen. Erfasst werden in diesen Zahlen alle Photovoltaik-Anlagen, die in die Netze der öffentlichen Versorgung einspeisen und über einen Stromzähler verfügen, der die eingespeisten Strommengen misst. Kleinere Anlagen, insbesondere Balkonkraftwerke, fallen daher in der Regel nicht darunter.
Destatis
China ist wichtigstes Herkunftsland
Die Importe von Photovoltaik-Anlagen sind im Jahr 2025 zurückgegangen: Der Wert der eingeführten Solarzellen und Solarmodule sank gegenüber 2024 um 7,8 % auf 1,8 Mrd. Euro. Deutlicher ging der Wert der exportierten Photovoltaik-Anlagen in diesem Zeitraum zurück: von 513 Mio. Euro auf 358 Mio. Euro – ein Rückgang von knapp einem Drittel (30,1 %).
China ist aus deutscher Sicht mit Abstand das wichtigste Herkunftsland für Photovoltaik-Anlagen: 88,0 % der nach Deutschland eingeführten Photovoltaik-Anlagen kamen 2025 aus der Volksrepublik. Danach folgten mit großem Abstand die Niederlande (5,2 %).
Der Importwert von Photovoltaik-Anlagen war 2025 nahezu fünfmal so hoch wie der Exportwert dieser Waren aus Deutschland. Die Exporte gingen zu einem großen Teil in europäische Staaten. Die wichtigsten Abnehmer waren 2025 Italien (15,9 %), Österreich (14,8 %), und die Schweiz (7,2 %).
Deutlicher Rückgang bei der Inlands-Produktion
Die Produktion von Solarmodulen für Photovoltaik-Anlagen ist in Deutschland in den ersten drei Quartalen 2025 deutlich gesunken: Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ging die Anzahl der produzierten Solarmodule um 60,6 % auf 509.200 Stück zurück. Bereits im Jahr 2024 war die Produktion von Solarmodulen hierzulande deutlich zurückgegangen. 2024 wurden gut 1,5 Mio. Solarmodule zum Absatz produziert. Damit hatte sich die Produktion gegenüber dem Vorjahr mehr als halbiert (−56,2 %). 2023 waren noch knapp 3,5 Mio. solcher Module hergestellt worden.
Solarstrom als Einnahmequelle für private Haushalte
Private Haushalte erzeugen Solarstrom nicht nur für den Eigenbedarf – sie speisen ihn auch ins Netz ein. Im Jahr 2023 hatten 4,9 % der privaten Haushalte (rund 2,0 Mio.) in Deutschland Einnahmen aus dem Verkauf von Solarstrom. Der Anteil hat in den vergangenen Jahren zugenommen: 2018 waren es 2,9 % (1,2 Mio. Haushalte).
Die Einnahmen dieser privaten Haushalte aus dem Stromverkauf lagen 2023 bei durchschnittlich 153 Euro im Monat und sind im Vergleich zu 2018 mit monatlich 243 Euro um 37 % gesunken. Hintergrund für diesen Rückgang dürfte insbesondere die nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sinkende Einspeisevergütung für neuinstallierte Photovoltaik-Anlagen sein. Zudem endet die ursprünglich sehr hohe Vergütung nach 20 bis 21 Jahren Betriebsdauer.
Methodische Hinweise:
Gegenstand der Außenhandelsstatistik ist der grenzüberschreitende Warenverkehr Deutschlands mit dem Ausland. Ausgewertet wurden unter dem Sammelbegriff Photovoltaik-Anlagen die Warennummern WA85017100, WA85017200, WA85018000 und WA85414300 des Warenverzeichnisses für die Außenhandelsstatistik. Die Daten der zum Absatz bestimmten Produktion von Solarmodulen beziehen sich auf die GP-Positionen Solarmodule (GP19-261122403). Der Berichtskreis umfasst Betriebe von Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten des Produzierenden Gewerbes. Die Ergebnisse zu den Einnahmen der privaten Haushalte aus dem Verkauf von Solarstrom stammen aus der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS). Weitere Ergebnisse und lange Zeitreihen zur Monatserhebung über die Stromein- und -ausspeisung bei Netzbetreibern können in der Datenbank GENESIS-Online über die Tabelle stromeinspeisende Anlagen (43312-0001) abgerufen werden. ■
Quelle: Destatis / jv
Der Artikel gehört zur TGA+E-Themenseite TGA-Marktdaten
Im Kontext:
2025: Absatz von Heiztechnik in 8 von 16 Segmenten im Minus
Sanierungsquote fällt 2025 auf ein Rekordtief
Öffentliche Stromerzeugung 2025: Wind und Solar an der Spitze
Umlagen für Wärmepumpen mit eigenem Stromzähler entfallen
2025: 21,4 Mrd. Euro Einnahmen aus dem Emissionshandel