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Ausbildung

Kälte-Klima-Branche fordert Erhalt der Fördermittel für berufliche Bildung

Jelena - stock.adobe.com

Die Kälte-, Klima- und Wärmepumpenbranche warnt vor geplanten Kürzungen bei der Förderung der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung und Bildungsstätten. Ein Positionspapier fordert die Bundesregierung auf, die Finanzierung für Fachkräfteausbildung zu sichern.

Der Verband Deutscher Kälte-Klima-Fachbetriebe (VDKF), der Bundesindustrieverband Technische Gebäudeausrüstung (BTGA), die Bundesfachschule Kälte-Klima-Technik und der Bundesinnungsverband des Deutschen Kälteanlagenbauerhandwerks (BIV) haben die Mitglieder des Haushaltsausschusses des Bundestages aufgefordert, die geplanten Kürzungen bei der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung (ÜLU) und der Förderung überbetrieblicher Berufsbildungsstätten (ÜBS) im Bundeshaushalt 2027 zurückzunehmen. Dazu haben die Organisationen am 7. Oktober ein Positionspapier an die Ausschussmitglieder übermittelt.

Hintergrund sind die vorgesehenen Kürzungen des Bundeszuschusses zur ÜLU von rund 90,5 Mio. Euro um 12 % auf knapp 80 Mio. Euro sowie die Reduzierung der Investitionsförderung für überbetriebliche Bildungsstätten um 13 % von 55 Mio. Euro auf 47,8 Mio. Euro. Die geplanten Kürzungen verschieben die Finanzierungslast auf Bildungsstätten, Länder und Ausbildungsbetriebe – und treffen damit gerade diejenigen, die bereits heute in die Ausbildung von Fachkräften:innen investieren.

Die Verbände und die Bundesfachschule warnen, dass die Kälte-, Klima- und Wärmepumpenbranche angesichts neuer Kältemittel, der wachsenden Bedeutung von Wärmepumpen, der Digitalisierung und neuer gesetzlicher Anforderungen auf eine leistungsfähige Aus- und Weiterbildung angewiesen ist. Moderne Bildungsstätten und eine verlässliche Finanzierung seien dafür unverzichtbar.

In ihrem Positionspapier fordern die Unterzeichner:innen, den Bundeszuschuss zur ÜLU und die Investitionsförderung der ÜBS mindestens auf dem Niveau von 2026 zu belassen. Zudem brauche es eine verlässliche mittelfristige Finanzierung, damit die Bildungsstätten ihre technische Ausstattung an neue Anforderungen anpassen können.

„Die Bundesregierung fordert zu Recht mehr Fachkräfte für die Transformation von Energieversorgung und Gebäudetechnik. Dann muss sie auch die Lernorte ausreichend finanzieren, an denen diese Fachkräfte ausgebildet werden. Wir appellieren deshalb an den Bundestag, die vorgesehenen Kürzungen im weiteren Haushaltsverfahren zu korrigieren und die berufliche Bildung im Handwerk als das zu behandeln, was sie ist: eine Investition in Fachkräfte, Innovation und die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland“, heißt es in dem gemeinsamen Positionspapier. ■
Quelle: VDKF / ml