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Energiemanagement

MV-Kommunen spa­ren En­er­gie­kos­ten mit Kom.EMS

LEKA MV / Celien Graubaum

Die Landesenergie- und Klimaschutzagentur Mecklenburg-Vorpommern (LEKA MV) stellt Städten, Gemeinden und Landkreisen mit Kom.EMS ein kostenfreies Online-System für systematisches Energiemanagement zur Verfügung. Es ermöglicht die Erfassung, Überwachung und Auswertung von Verbrauchsdaten in kommunalen Liegenschaften, der Straßenbeleuchtung oder der Abwasserinfrastruktur – und hilft so, Energiekosten zu senken sowie Klimaschutzziele zu erreichen.

Die Koordinierungsstelle der LEKA MV unterstützt Kommunen bei Einführung und Anwendung und bietet das Energiemanagement-System im Auftrag des Ministeriums für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern an.

Unterstützung für Kommunen

Über die Plattform erfassen, überwachen und werten Kommunen Verbräuche ihrer kommunalen Verbraucherstellen aus. Dazu zählen Liegenschaften, die Straßenbeleuchtung oder die Abwasserinfrastruktur. Das System stellt Verbrauchsdaten transparent dar, macht Entwicklungen nachvollziehbar und hilft, Potenziale für einen effizienteren Ressourceneinsatz zu identifizieren.

Die Koordinierungsstelle der LEKA MV unterstützt bei der Einführung und Anwendung des Energiemanagement-Systems. Sie hilft bei der Nutzung der hinterlegten Arbeitshilfen und Checklisten und fördert die Vernetzung mit anderen teilnehmenden Kommunen. Das Energiemanagement lässt sich schrittweise aufbauen und in den Qualitätsstufen Basis, Standard oder Premium zertifizieren. Die Zertifizierung dokumentiert den erreichten Stand. Ein Einstieg ist auch bei begrenzten personellen Kapazitäten möglich.

Einsparpotenziale und Klimaziele

Gunnar Wobig, Geschäftsführer der LEKA MV, betont das Einsparpotenzial: „Erfahrungen aus anderen Bundesländern zeigen: Allein durch nicht- und geringinvestive Maßnahmen lassen sich im Schnitt rund 15 % der Energiekosten kommunaler Gebäude einsparen. Dazu zählen etwa konsequentes Verbrauchscontrolling oder eine bedarfsgerechte Anpassung des Heizungsbetriebs.“

Das Angebot steht im Einklang mit dem Klimaverträglichkeitsgesetz MV, das am 3. Juni 2026 vom Landtag beschlossen wurde. Dieses Gesetz sieht für das Land die Netto-Treibhausgasneutralität bis 2045 vor. Gemeinden und Landkreisen wird empfohlen, sich bis 2035 klimaneutral zu organisieren. Kreise und kreisfreie Städte müssen zudem bis 2030 eigene Klimaanpassungskonzepte vorlegen. Klimaschutzminister Dr. Till Backhaus sieht in Kom.EMS eine Unterstützung für Kommunen, diese Ziele zu erreichen.

Kom.EMS im Detail:

Kom.EMS steht für „Kommunales Energiemanagement-System“. Es wurde gemeinsam von mehreren Landesenergieagenturen entwickelt und 2020 mit dem Deutschen Innovationspreis für Klima und Umwelt ausgezeichnet. Das System ist derzeit in dreizehn Bundesländern im Einsatz und begleitet Verwaltungen durch fünf Handlungsfelder: Initiierung und interne Kommunikation, Organisation und externe Kommunikation, Monitoring, Controlling und Berichtswesen, Investive Maßnahmen sowie Energiebeschaffung.

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Quelle: LEKA MV / fl