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Marktdaten

2022-10: Stornos im Hochbau gehen etwas zurück

ifo Institut

Die Stornierungswelle im Hochbau geht ein wenig zurück. Im Oktober 2022 zeigten sich 11,3 % der Unternehmen betroffen, nach 13,2 % im September.

„Angesichts der oft kaum mehr kalkulierbaren Baukosten und rasch steigenden Bauzinsen werfen viele Bauherren das Handtuch, sie stellen Projekte zurück oder streichen sie ganz. Besonders im Wohnungsbau beobachten wir Auftragsstornierungen. Aber auch der gewerbliche Hochbau kämpft mit Absagen“, berichtet Felix Leiss, Forscher des ifo Instituts.

Stornos nach Auftraggebern

Im Oktober 2022 waren 11,3 % der vom ifo Institut befragten Hochbaufirmen von Auftragsstornierungen betroffen. Das war ein leichter Rückgang gegenüber 13,2 % im September 2022. Im Wohnungsbau lag der Anteil der betroffenen Unternehmen bei 14,5 %, nach 16,7 % im Vormonat. Im gewerblichen Hochbau waren es 9,1 % (11,1 % im September) und im öffentlichen Hochbau 6,6 % (7,2 % im Vormonat).

Finanzierungsschwierigkeiten

ifo Institut

Leiss: „Für die ersten Unternehmen wird die Situation bereits bedrohlich. 6,6 % der Hochbaufirmen melden Finanzierungsschwierigkeiten. Im Oktober 2021 hatte der Anteil nur bei 0,6 % gelegen.“

Die Erwartungen für das kommende halbe Jahr sind von Sorgen dominiert. Sie fielen auf minus 53,8 Punkte, das ist der tiefste Stand seit Beginn der Erhebung 1991. Die vorherrschenden Materialengpässe entspannten sich nur sehr langsam. 30,2 % der Unternehmen klagten im Oktober 2022 über Lieferengpässe, nach 32,1 % im Vormonat.

Bauen wird noch teurer

„Derweil dreht sich die Preisschraube am Bau infolge der Knappheiten und der hohen Energiekosten weiter. Sehr viele Betriebe planen weitere Preiserhöhungen in den kommenden Monaten“, ergänzt Leiss. ■
Quelle: ifo Institut / jv

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