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Referenzprojekt

Batteriespeicher si­chern Strom­ver­sor­gung auf dem Ok­to­ber­fest

Keine Stromausfälle mehr: Zwei Tesvolt Forton Batteriespeicher kappen Lastspitzen im Pschorr-Bräurosl Festzelt auf dem Oktoberfest.

Tesvolt

Keine Stromausfälle mehr: Zwei Tesvolt Forton Batteriespeicher kappen Lastspitzen im Pschorr-Bräurosl Festzelt auf dem Oktoberfest.

Angesichts wachsender Elektrifizierung und begrenzter Netzkapazitäten sichern Tesvolt-Großspeicher die unterbrechungsfreie Stromversorgung der Festzelte und bieten eine flexible Lösung für die zukünftige Energieversorgung des Volksfestes.

Das Oktoberfest in München erlebt eine zunehmende Elektrifizierung, die die bestehende Netzinfrastruktur vor Herausforderungen stellt. Seit dem Ukrainekrieg und aufgrund strenger Abgasvorgaben für Gas treiben Betreiber den Umstieg auf elektrische Lösungen voran. Dies führte in der Vergangenheit zu Netzüberlastungen und Stromausfällen in den Festzelten. Um die Betriebssicherheit zu gewährleisten, setzt Elektromeister Matthias Poeting von MP Elektrotechnik München nun auf den Einsatz von Batteriegroßspeichern des Wittenberger Anbieters Tesvolt.

Die Batteriespeicher wurden zwei Wochen vor Wiesn-Start installiert.

Tesvolt

Die Batteriespeicher wurden zwei Wochen vor Wiesn-Start installiert.

Elektrifizierung stößt an Grenzen der Infrastruktur

Die Stadtwerke München stellen den großen Festzelten eine Anschlussleistung von rund 420 kW zur Verfügung. In Spitzenzeiten übersteigt der reale Strombedarf jedoch regelmäßig 500 kW, was den Netzanschluss in eine permanente Überlastung bringt. Im vergangenen Jahr führten diese Engpässe zu Stromausfällen im Löwenbräu-Zelt und im Pschorr-Bräurosl Zelt.

Der erhöhte Strombedarf resultiert aus dem Verzicht auf Gas und neuen, strengen Abgasvorgaben für gasbetriebene Anlagen. Der Wechsel zu rein elektrischen Küchen ermöglicht es den Wirten, Kosten für teure Abgasführungen und Messstrecken zu sparen. Gleichzeitig steigt der Komfortbedarf, beispielsweise durch Heizstrahler in Außenbereichen, die pro Zelt bis zu 150 kW Leistung benötigen. Bei kühlerem Wetter führen diese zu hohen Lastspitzen.

Markus Borke, Area Manager bei Tesvolt (links), und Matthias Poeting, Geschäftsführer von MP Elektrotechnik München bei der Installation der Gewerbespeicher auf der Festwiese.

Tesvolt

Markus Borke, Area Manager bei Tesvolt (links), und Matthias Poeting, Geschäftsführer von MP Elektrotechnik München bei der Installation der Gewerbespeicher auf der Festwiese.

Batteriespeicher als Puffer für die Betriebssicherheit

Zur Lösung dieser Problematik sichert MP Elektrotechnik den Betrieb der Festzelte Pschorr-Bräurosl und Löwenbräu mit drei Tesvolt Batteriegroßspeichern ab. Diese Systeme bieten einen Puffer von zwei Stunden bei einer Netzüberlastung. Dies ermöglicht es, Lasten im Bedarfsfall gezielt zu reduzieren und somit Stromausfälle zu vermeiden. Die Batteriespeicher versorgen die Verbraucher dezentral und entlasten damit den zentralen Netzanschluss der Zelte.

Wirtschaftliche und technologische Vorteile der Speicherlösung

Die Investition in die Batteriespeicher ist im Vergleich zu einem umfassenden Umbau der Netzinfrastruktur deutlich geringer. Poeting prognostiziert eine Amortisationszeit von zwei bis drei Jahren. Ein weiterer Vorteil ist der geringe Platzbedarf der Systeme und ihre Flexibilität: Bei weiter steigendem Lastbedarf lassen sich die Batteriesysteme erweitern.

Tesvolt lieferte hierfür Forton-Großspeicher, die auf moderne Hochtemperaturzellen setzen. Diese Zellen sind belastbar und langlebig. Ein weiterer technischer Vorteil auf dem engen Festgelände ist der Verzicht auf Flüssigkeitskühlung, was Platz spart und den Einsatz umweltgefährdender Kühlstoffe vermeidet.

Im Löwenbräu-Festzelt sorgt dieses Jahr der Tesvolt Forton-Batteriespeicher (noch verpackt links im Bild) für Betriebssicherheit.

Tesvolt

Im Löwenbräu-Festzelt sorgt dieses Jahr der Tesvolt Forton-Batteriespeicher (noch verpackt links im Bild) für Betriebssicherheit.

Grenzen des traditionellen Netzausbaus

Ein klassischer Ausbau der Netzinfrastruktur auf dem Festgelände ist laut Poeting kaum realisierbar. Die umliegenden Trafostationen arbeiten während des Oktoberfests am Limit. Eine Erweiterung der Mittelspannung sowie der Niederspannungshauptverteiler wäre wirtschaftlich und logistisch unverhältnismäßig.

Perspektiven für eine nachhaltige Energiezukunft der Wiesn

Das Oktoberfest dient als Stresstest für die eingesetzte Technologie unter Extrembedingungen. Die intelligente Speichertechnologie bietet eine preiswertere und flexiblere Lösung als der Ausbau der Netze und kann auf die künftige Energiesituation reagieren. Die Wiesnwirte zeigen sich offen für intelligente, grüne Energiesysteme. Künftige Entwicklungen könnten die Nutzung von Abwärme der Zelte, Windenergie oder die Integration von Solarmodulfolien auf Zeltdächern umfassen. ■
Quelle: Tesvolt / fl