Springe auf Hauptinhalt Springe auf Hauptmenü Springe auf SiteSearch
Wirtschaftspolitik

Entlastungsprämie: ZVEH kri­ti­siert Ab­wäl­zung auf Be­trie­be

Die gestiegenen Energie- und Mobilitätskosten infolge der aktuellen geopolitischen Lage belasten sowohl Beschäftigte als auch Betriebe erheblich.

studio v-zwoelf - stock.adobe.com

Die gestiegenen Energie- und Mobilitätskosten infolge der aktuellen geopolitischen Lage belasten sowohl Beschäftigte als auch Betriebe erheblich.

Der Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) kritisiert die geplante Entlastungsprämie der Bundesregierung. Sie schwäche die Tarifautonomie und belaste vor allem kleine und mittlere Betriebe.

Die gestiegenen Energie- und Mobilitätskosten infolge der aktuellen geopolitischen Lage belasten sowohl Beschäftigte als auch Betriebe erheblich. Die Bundesregierung plant als Reaktion darauf eine steuer- und abgabenfreie Entlastungsprämie von bis zu 1000 Euro. Der Verband sieht diesen Ansatz kritisch, da er die finanzielle Last auf die Unternehmen verlagert und die Tarifautonomie beeinträchtigen kann.

Kritik an der Umsetzung

Die Politik verspricht Entlastung, finanziert diese jedoch nicht selbst. Stattdessen setzt sie die Betriebe unter Druck, die Erwartungen der Mitarbeiter auf freiwilliger Basis zu erfüllen. Der Zentralverband sieht darin eine Schwächung der Tarifautonomie, da eine solche Prämie in laufende Tarifprozesse einwirken kann.

Belastung für das Elektrohandwerk

Besonders im Elektrohandwerk, das überwiegend von kleinen und mittleren Betrieben (KMU) geprägt ist, stößt eine solche Krisen-Prämie an wirtschaftliche Grenzen. Angesichts der fragilen Wirtschaftslage ist es fraglich, ob Betriebe zusätzliche Kosten einkalkulieren können.

ZVEH-Präsident Stefan Ehinger erklärt: „Die vorgeschlagene Entlastungsprämie ist kein tragfähiges Konzept. Bevor Beschäftigte entlastet werden, müssen erst die Betriebe eine spürbare Erleichterung erfahren.“

Forderungen an die Politik

Der Verband fordert stattdessen strukturell wirksame Maßnahmen. Dazu gehören eine nachhaltige Senkung der Energiepreise, steuerliche Entlastungen sowie ein konsequent vorangetriebener Bürokratieabbau. Diese Maßnahmen sollen die wirtschaftlichen Voraussetzungen schaffen, von denen die Beschäftigten profitieren können. ■
Quelle: ZVEH / fl

Im Kontext:
Michael Hilpert: Schein-Entlastung auf Kosten des Handwerks