GHM, Thomas Plettenberg
Vom 14. bis 17. April 2026 trifft sich die TGA/SHK-Branche in Nürnberg auf der Fachmesse für Sanitär, Haus- und Gebäudetechnik IFH/Intherm. Über 400 Aussteller bieten einen Marktüberblick über Neuentwicklungen und Services, Branchenthemen und Trends.
„Bis Mitte April ein Gesetzentwurf“. Gut möglich, dass sich während der IFH/Intherm 2026 das Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) konkretisiert. Unabhängig davon wird die Fortschreibung des Gebäudeenergiegesetzes im Bereich Heiztechnik in vielen Messegesprächen ein Thema sein. Im Einzugsgebiet der Messe wird die Heizungswende schon länger vorangetrieben: Kreisübergreifend boomte 2025 in Mittelfranken die Nachfrage bei der Heizungsförderung. In der bundesweiten Rangfolge der 400 Kreise in der Kategorie „Anträge pro Einwohner“ lag der Landkreis Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim auf Platz 3, Erlangen-Höchstadt kam auf Platz 13, Ansbach auf Platz 18 und Fürth auf Platz 24. Die vier Kreise sind die Heimat von 0,65 % der Bevölkerung – die ihnen zugesagten Zuschüsse haben mit 1,13 % einen überproportional hohen Anteil an der gesamten Heizungsförderung.
GHM, Thomas Plettenberg
Insgesamt stehen auf der IFH/Intherm 2026 fünf zentrale Themenbereiche im Fokus, die sich nicht nur bei den Ausstellern, sondern auch in Vorträgen, Talks und Start-up Pitches wiederfinden: Baddesign und Sanitärtechnik, Wärme- und Energiesysteme, Raumklima- und Lüftungssysteme, Haus- und Gebäudetechnik sowie Elektro-Installation, Energietechnik, und Smart Home inklusive Digitalisierung und Sektorenkopplung.
In Kooperation mit der VdZ, der Wirtschaftsvereinigung Gebäude und Energie, erhalten 14 junge Unternehmen die Chance, ihre Innovationen vorzustellen – täglich von 11:00 bis 11:30 Uhr und von 14:30 bis 15:00 Uhr auf der Bühne des IFH/Intherm Forum in Halle 4.
Innovation und Inspiration sind auch notwendig, denn die TGA/SHK-Branche steht vor großen Herausforderungen: sich ändernde Regelwerke, der Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften, wachsende Kundenansprüche und die fortschreitende Digitalisierung erfordern kontinuierliche Anpassungen.
Themenfelder in den Messehallen
Die IFH/Intherm ist als Rundlauf konzipiert, die Hallen sind nach Produktgruppen strukturiert. In den Hallen 3A, 4A und 4 stehen Heizungstechnik, Erneuerbare Energien, Haus- und Gebäudetechnik, Elektro-Installation und Energiemanagement im Mittelpunkt.
In Halle 5 finden sich vor allem Aussteller aus dem Themenfeld Wärme- und Energiesysteme. Ergänzt wird das Angebot durch Klima- und Lüftungstechnik, Pumpen, Mess-, Steuer- und Regeltechnik sowie Lösungen zur Wasserbehandlung. Halle 6 beherbergt Flächenheizsysteme, Armaturen, Heizkörper sowie Mess-, Steuer- und Regeltechnik.
Die Hallen 7 und 7A stehen im Zeichen von Baddesign und Sanitärtechnik, Installationstechnik sowie Haus- und Gebäudetechnik. Arbeitsmittel, Software, Serviceleistungen und digitale Assistenzlösungen werden übergreifend in den Hallen 5 und 7 präsentiert.
GHM
Trendsetter seit 50 Jahren
Als 1976 die erste IFH ihre Tore öffnete, war bereits spürbar, dass diese Messe mehr als eine reine Produktschau war. Von Beginn an war es dem Fachverband SHK Bayern als Gründer der Messe wichtig, dass Austausch, Weiterbildung und Praxisnähe das Selbstverständnis prägen – lange bevor Themen wie Digitalisierung, Smart Home oder Energiewende den Branchenalltag bestimmten.
GHM, Thomas Plettenberg
Ein entscheidender Entwicklungsschritt folgte 1980 mit der gemeinsamen Trägerschaft der SHK-Fachverbände aus Bayern und Baden-Württemberg. Die fachliche Tiefe wuchs, ebenso die Reichweite der Messe. Auch der einmalige Standort Ulm im Jahr 1982 zeugt von der Dynamik dieser frühen Jahre. Bereits in den 1980er-Jahren setzte die IFH mit Sonderschauen zu Ausbildung, Energiesparen, Altbausanierung und Technologietransfer thematische Akzente und griff Entwicklungen auf, die später branchenweit an Bedeutung gewannen.
Einen Meilenstein markierte das Jahr 2000. Durch die Integration der Intherm und der Erweiterung um Feuerung, Wärme, Umwelt und Gebäudetechnik entstand die IFH/Intherm. Mit der Energieeinsparverordnung im Jahr 2002 rückte das Thema Energieeffizienz stärker in den Fokus. Die IFH/Intherm entwickelte sich zu einem Ort, an dem neue Regelwerke, Technologien und Anwendungen verständlich eingeordnet und praxisnah vermittelt wurden.
Messebesuch im Vorfeld planen
Die IFH/Intherm ist vom 14. bis 17. April 2026 an den ersten drei Messetagen von 9:00 bis 18:00 Uhr und am letzten Messetag bis 17:00 Uhr geöffnet. Vergünstigte Tickets sind online zum Preis von 21 Euro (ermäßigt 11 Euro) erhältlich. Vor Ort gekaufte Tickets kosten 24 bzw. 13 Euro. Zu erreichen sind die Messehallen der IFH/Intherm über die Eingänge Ost und Halle 3A. Ein kostenfreier Busservice von der U-Bahn Haltestelle Messe (U1) zu den Eingängen ist eingerichtet. Für die Anreise mit dem Kfz wird als Adresse „Karl-Schönleben-Straße“ oder das Sonderziel „Messezentrum“ empfohlen. Einen Überblick über die teilnehmenden Aussteller bietet das Online-Verzeichnis. Das TGA+E-Team wünscht Ihnen einen erfolgreichen Messebesuch. Jochen Vorländer