TGA MSR-Technik

TGA Ausgabe 03-2016
Gesicherter Smart-Building-Betrieb

Mikro-USV für intelligente Gebäude


1 Die handliche Mikro-USV SafeDC-M hält den Betrieb bei Störungen im Stromnetz aufrecht, schützt sensible Anlagen vor elektrischen und elektromagnetischen Störungen und informiert / al

1  Die handliche Mikro-USV SafeDC-M hält den Betrieb bei Störungen im Stromnetz aufrecht, schützt sensible Anlagen vor elektrischen und elektromagnetischen Störungen und informiert / alarmiert das Leitsystem über integrierte Kommunikationsprotokolle.

Gebäude werden durch mehrere Trends immer intelligenter. Doch wie kann eine sichere Rund-um-die-Uhr-Steuerung intelligenter Gebäude gewährleistet werden? Ingenieure von Slat, deutsch-französischer Spezialist in der Entwicklung und Herstellung unterbrechungsfreier Gleichstromversorgungen, haben dafür eine auf Smart Buildings zugeschnittene Technologie entwickelt.

Kompakt informieren

Slat bringt mit „Safe DC“ eine neue Generation von Mikro-USVs zur dezentralen Absicherung der verteilten Intelligenz im Gebäude auf den Markt.

Die bereits verfügbare Produktreihe „SDC-M“ wurde speziell für den störungsfreien Betrieb von HLK-Anlagen und des Smart Grid konzipiert.

Ein Blick in die nahe Zukunft, wir schreiben das Jahr 2021: Niedrigstenergiehäuser sind jetzt verbindlich, so wie es 2010 in der EU-Gebäuderichtlinie für Neubauten festgelegt wurde. Herauskristallisiert hat sich der Plus-Energie-Standard, der auch am Ende der Modernisierung nach individuellem Sanierungsfahrplan von den meisten Immobilienbesitzern angestrebt wird. Gegenüber 2008 wurde der Wärmebedarf im Gebäudebestand bereits um fast 20 % verringert. Ein beachtlicher Fortschritt, denn dieses Segment war in Deutschland mit ca. 40 % größter Endenergieverbraucher.

Zurück in die Gegenwart: Das Jahr 2016 hat unlängst begonnen. Null- und Plusenergie-Gebäude sind schon heute keine Zukunftsmusik mehr. Architekten, Planer und Betreiber von Dienstleistungsgebäuden haben die Chancen des Nullenergiekonzeptes erkannt. Sie sehen darin einen wesentlichen Beitrag, den Klimawandel zu bremsen und kostengünstiger zu wirtschaften. Ein gelungenes Beispiel hierfür ist das TU-Bürohochhaus am Getreidemarkt in Wien (Univercity 2015).

Die Gebäudeinfrastruktur mit ihren Anlagen für Heizung, Lüftung, Klimatisierung und Beleuchtung eignet sich besonders zur Steigerung der Energieeffizienz. Ein weiterer Ansatz ist das Smart Grid mit seinen Möglichkeiten für ein gezieltes Lastmanagement. Dadurch können die infolge des zunehmenden Einsatzes erneuerbarer Energien immer häufiger auftretenden Diskrepanzen zwischen Energieerzeugung und -nachfrage mit wirtschaftlichen und primärenergetischen Vorteilen ausgeglichen und trotzdem eine bedarfsgerechte Nutzenergiebereitstellung zu allen Tages- und Jahreszeiten gewährleistet werden.

Zwischenfazit: Unsere Gebäude werden immer intelligenter. Was aber passiert bei einem Stromausfall? Wie kann eine sichere Rund-um-die-Uhr-Steuerung des intelligenten Gebäudes gewährleistet werden? Ingenieure von Slat haben dazu eine auf das Anforderungsprofil von Smart Buildings zugeschnittene Technologie entwickelt und mit ihr unter dem Namen „Safe DC“ eine neue Generation an Mikro-USVs entworfen. Ihre Aufgabe ist die Kontrolle und Sicherung der Steuerungs- und Kommunikationsinfrastruktur in intelligenten Gebäuden. Die erste Produktreihe „SDC-M“ (Safe DC-M) ist jetzt auf dem Markt. Sie wurde speziell für den störungsfreien Betrieb von HLK-Anlagen und des Smart Grid konzipiert.

Die ultra-kompakten Mikro-USVs sind dafür gedacht, in unmittelbarer Nähe von Steuer- und Messgeräten der zu schützenden Anlagen installiert zu werden. Sie sichern jede Anwendung einzeln gegen Netzausfälle, Mikrounterbrechungen und elektromagnetische Störungen ab und sorgen für einen elektrischen Netzwerkschutz. So gewährleisten die Mikro-USV eine gesicherte verteilte Intelligenz, die wiederum die Kontrolle über das Gebäude als Ganzes aufrechterhält. Der Informationstransfer und die Alarmgebung werden über integrierte Kommunikationsprotokolle gesteuert. Momentan stehen BACnet und Modbus zur Verfügung, weitere Protokolle sind geplant.

Die Safe-DC-USVs von Slat Abb. 1 sind mit einer autonomen Energieversorgung („Smart Backup“), ausgestattet, die ohne Blei- und Cadmiumzusätze auskommt und sich durch eine besonders hohe Lebensdauer (über zehn Jahre) und eine 100%ige Recycelfähigkeit auszeichnet. Zur Steigerung der Energieeffizienz dienen die Funktionen „Energiesparmodus“ während des Backup-Ladevorgangs und „Lastspitzenmanagement“ mit steuerbarer Aufrechterhaltung des Betriebs. Parallelschaltungen sind ohne extra Zubehör für Redundanzversionen, Leistungs- und Backup-Erhöhungen möglich. Die Mikro-USVs sind zunächst als kompakte Würfel in DIN-Schienen-Ausführung erhältlich. Gehäuse-Versionen sollen im Laufe 2016 folgen. Frauke Petzold

Inhaltsübersicht

  1. Teil: Mikro-USV für intelligente Gebäude
  2. Teil: Slat
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