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Referenzprojekt Frenger Systemen

Deckenstrahlungsheizungen für Elefanten und Giraffen

Bild 1 Das neue Elefantenhaus im Augsburger Zoo.

Frenger Systemen

Bild 1 Das neue Elefantenhaus im Augsburger Zoo.

Im Augsburger Zoo wurde das Giraffenhaus modernisiert und erweitert, die Elefanten bekamen eine ganz neue Anlage. Effizient beheizt und beleuchtet werden die Innenräume beider Häuser mit Deckenstrahlungsheizungen.

Der Artikel kompakt zusammengefasst
■ Im Augsburger Zoo werden das modernisierte Giraffenhaus und das neue Elefantenhaus mit Deckenstrahlungsheizungen energieeffizient beheizt und beleuchtet.
■ Die Deckenstrahlplatten temperieren die Häuser mit einer Auslegungstemperatur von 70/50 °C bzw. 75/55 °C auf 18 bis 19 °C.
■ In der Elefantenanlage wurden die integrierten LED-Leuchten durch eine vorgesetzte Scheibe vor Beschädigung durch von den Elefanten umhergeworfenen Sand geschützt.
 

Der Augsburger Zoo ist die größte Publikumsattraktion im Umland und zieht mit 700 000 Besuchern jährlich mehr Gäste an als der FC Augsburg Zuschauer in sein Stadion lockt. Damit nicht nur die Schwaben weiterhin zahlreich kommen, muss der Zoo neue Anziehungspunkte bieten.

Auch die Anforderungen an Zoobetriebe wachsen ständig, was mit ein Grund für das neue Elefantenhaus war. Weil auch die Haltungsvorgaben für Giraffen nicht mehr erfüllt waren, musste der Zoo zunächst ein neues Gehege bauen, um wieder die höchsten Tiere der Welt in Augsburg halten zu dürfen. Die Erweiterung und der Neubau sind eine Investition in die Zukunft – beide Tierarten gehören zu den Besuchermagneten.

Zwei Jahre nach der Grundsteinlegung wurde das neue Elefantengehege 2020 in Betrieb genommen. Die insgesamt 10 000 m2 große Anlage bietet Platz für vier bis fünf Elefanten. Einer davon ist Targa, mit 66 Jahren der älteste indische Elefant in Europa. Zwei weitere Elefantenkühe kamen 2020 aus Berlin nach Augsburg.

Strenge Vorgaben an Anlagen für Tiere

Die neue Elefantenanlage ist rund viermal so groß wie das bisherige Areal und bietet seinen neuen Bewohnerinnen Wasserfall und Wasserbecken. In Gehegen von Elefanten staubt es oft, die Tiere bewerfen sich und ihre Gefährten gerne mit Sand. Deswegen bauen viele Tiergärten aufwendige Filteranlagen in die Gehege ein.

Die hat sich der Augsburger Zoo mit einem Bewässerungssystem gespart. Der sandige Boden kann mit der App-gesteuerten Sprenkleranlage beregnet werden. Die gibt es so in anderen Zoos nicht. Das Wasser regnet auf den Sand, dazu lassen sich weit oben in der Halle Luken für einen Durchzug öffnen – womit das Staubproblem gelöst ist.

Bild 2 Aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit im Elefantenhaus müssen die Deckenstrahlplatten extrem korrosionsbeständig sein.

Frenger Systemen

Bild 2 Aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit im Elefantenhaus müssen die Deckenstrahlplatten extrem korrosionsbeständig sein.

Mit der neuen Anlage hat sich auch die Tierhaltung geändert. Die Elefanten werden nun in sogenanntem geschütztem Kontakt gehalten. Damit haben die Pfleger keinen unmittelbaren Kontakt mehr mit den Tieren. Die natürlichen Sozialstrukturen der Herde sollen dadurch gefördert werden. Und für die Pfleger ist diese Methode sicherer.

Stolz sind sie im Augsburger Zoo, dass sie mit relativ geringen Mitteln eine moderne, weitläufige Anlage gebaut haben, die auf dem neuesten Stand hinsichtlich Technik und Haltung ist. Draußen gibt es einen Teich, und auch in der Halle dürfen die Elefanten baden. Die Tiere können sich auf der Anlage Tag und Nacht frei bewegen. Deckenstrahlplatten von Frenger Systemen halten drinnen die Temperatur auf konstant 18 bis 19 °C.

Wärme strahlt von der Decke

Die Wärmeerzeugung erfolgt mit einer gasbefeuerten Doppelkesselanlage. Insgesamt 66 der hocheffizienten Frenger-Deckenstrahlplatten ECO EVO Plus sind im 1500 m2 großen Elefantenhaus montiert. Sie sind in Savannengelb ausgeführt, einer Sonderfarbe ähnlich RAL 1024. Bei der Montage war die gebogene Dachform zu berücksichtigen. Trotzdem waren nach zwei Wochen alle Heizbänder vom herstellereigenen Montageteam fertig montiert.

Beleuchtet wird das Gebäude sehr energieeffizient mit insgesamt 82 LED-Leuchten. Sie sind direkt in die Deckenstrahlplatten integriert. Das vereinfachte und beschleunigte die Montage unter dem neun Meter hohen Dach, denn sie wurden einfach durchverbunden und per Steckverbindung angeschlossen. So konnten zusätzliche Kosten für Elektroarbeiten eingespart werden.

Die LED-Leuchten sind besonders langlebig. Sie bieten eine Lebensdauer von bis zu 100 000 Betriebsstunden bei mindestens 80 % Restlichtstrom. Durch eine vorgesetzte Scheibe besteht ein hoher Schutz vor Beschädigung durch den von den Elefanten umhergeworfenen Sand.

Bild 3 Im Elefantenhaus herrscht ein Gewächshausklima, das von den Frenger-Deckenstrahlplatten problemlos vertragen wird. Elefanten bewerfen sich gerne mit Sand, deshalb sind robuste Werkstoffe bei der Deckenheizung erforderlich. Die integrierte LED-Beleuchtung ist mit einer vorgesetzten Schutzscheibe geschützt.

Frenger Systemen

Bild 3 Im Elefantenhaus herrscht ein Gewächshausklima, das von den Frenger-Deckenstrahlplatten problemlos vertragen wird. Elefanten bewerfen sich gerne mit Sand, deshalb sind robuste Werkstoffe bei der Deckenheizung erforderlich. Die integrierte LED-Beleuchtung ist mit einer vorgesetzten Schutzscheibe geschützt.

Angenehmes Raumklima

Die Heizlast des Elefantenhauses liegt bei rund 187 kW. Ausgelegt wurde die Wärmeübergabe mit einer Vorlauftemperatur von 75 °C und einer Rücklauftemperatur von 55 °C.

Die Planung der Haustechnik wurde vom Augsburger Büro Donner ausgeführt. „Wir sind seit vielen Jahren Partner des Zoos“, berichtet André Säuberlich, Geschäftsführer und technischer Leiter bei Donner Planung GmbH für Haustechnik. Mit Deckenstrahlplatten kennt er sich aus:

„Bereits bei vielen Projekten haben wir die Deckenheizungen von Frenger Systemen eingesetzt und dabei immer beste Erfahrungen mit dem Unternehmen gemacht – von der Auslegung und Projektierung bis zur Abnahme. Die Deckensysteme sind völlig geräuschlos und arbeiten ohne Zugluft. Das macht sie nicht nur ideal für die Arbeitsplätze von Menschen. Für Unterkünfte von großen und kleinen Tieren sind sie ebenfalls bestens geeignet. Auch die Wartungsfreiheit und die vom Hersteller mit über 30 Jahren angegebene Lebensdauer sind von erheblichem Vorteil.“

Zwei Jahre zuvor wurde schon das Giraffenhaus unter der Planung der Ingenieure vom Büro Donner erweitert. In dem 220 m2 großen Gebäude sorgen 25 Deckenstrahlplatten von Frenger Systemen für die gewünschten 18 °C. Sie belegen eine Fläche von rund 160 m2. Die Vorlauftemperatur beträgt hier 70 °C und die Rücklauftemperatur 50 ° C. Die Heizlast des Gebäudes liegt bei rund 80 kW.

Gleichmäßige Temperaturverteilung

Bild 4 Im Giraffenhaus sind die savannengelb lackierten Heizbänder in 8 m Höhe montiert.

Donner Planung GmbH

Bild 4 Im Giraffenhaus sind die savannengelb lackierten Heizbänder in 8 m Höhe montiert.

Giraffenbullen können bis zu 6 m, die drei Kühe im Augsburger Zoo maximal 4,5 m groß werden. Für die höchsten Tiere der Welt sind die Heizbänder an der 8 m hohen Decke bestens geeignet, denn die Wärme verteilt sich gleichmäßig horizontal wie vertikal. So werden Boden, Wände und Tiere gleichmäßig ohne „Kältelöcher“ erwärmt. Selbst bei nur kurzer Distanz zu den Platten herrschen angenehme Temperaturen ohne die Gefahr von Überhitzung oder gar Verbrennung. Für die passende Beleuchtung sorgen insgesamt 28 LED-Leuchten, die in die savannengelb lackierten Deckenstrahlplatten eingebaut sind.

Wärme, die von der beheizten Decke nach unten gestrahlt wird, erwärmt Wände, Boden sowie die im Raum befindlichen Gegenstände – einschließlich Tiere und Menschen. Die auf den Körper auftreffende Wärmestrahlung wird als natürlich und sehr behaglich empfunden. Daher kann – bei gleicher Behaglichkeit – bei der Deckenstrahlungsheizung die Raumtemperatur um 2 bis 3 K gesenkt und dadurch Energie eingespart werden.

Zum Vergleich: Direkte Sonneneinstrahlung an einem kalten Wintertag lässt ein Wärmegefühl entstehen, dass trotz kalter Umgebungsluft als behaglich empfunden wird. Deckenstrahlplatten arbeiten zwar mit einem ganz anderen Temperaturniveau, können aber selbst aus 30 m Höhe am Boden für angenehme und behagliche Wärme sorgen.

Zahlreiche Sponsoren und Unterstützer

Das neue Elefantenhaus ist mit 7,3 Mio. Euro die größte Einzelinvestition in der Geschichte des Zoos. Mit einem Zuschuss in Höhe von 2 Mio. Euro beteiligte sich die Stadt Augsburg an den Baukosten. Zusammen mit seinem Förderverein „Freundeskreis“ hat der Tierpark 800 000 Euro gesammelt.

Wie wichtig der Zoo für Augsburg ist, zeigen die zahlreichen Sponsoren und Unterstützer. Ein großes Sponsorenschild am Eingang des Elefantenhauses benennt alle, die den Bau der neuen Anlage möglich gemacht haben. Dadurch konnte auch ein Umweltbildungszentrum realisiert werden, in dem vor allem Schüler und Schülerinnen Arten- und Umweltschutz erlernen und erleben.  Lucia Wolfstädter, Frenger Systemen

www.zoo-augsburg.de  www.haustechnik-donner.de  www.frenger.de/deckenstrahlplatten

Fachberichte mit ähnlichen Themen bündelt das TGA+E-Dossier Heiz- und Kühldecken

Kontakt zum Anbieter
Frenger Systemen
64823 Groß-Umstadt
Telefon (0 60 78) 9 63 00
info@frenger.de
www.frenger.de