KEA-BW / Martin Stollberg
Beim Contracting-Kongress in Stuttgart zeigen u. a. aktuelle Praxisbeispiele, wie Kommunen Projekte trotz leerer Kassen umsetzen. Teilnehmer:innen erhalten Fortbildungspunkte als Energieeffizienz-Experte der dena, der Ingenieurkammer BW und der Architektenkammer BW.
Ob Schule oder Verwaltungsgebäude, Turnhalle oder Schwimmbad: Kommunen in Baden-Württemberg stehen vor großen finanziellen Herausforderungen, wenn es darum geht, ihre Liegenschaften bis 2040 klimaneutral zu betreiben. Der Contracting-Kongress im GENO-Haus rückt Contracting-Lösungen für Kommunen in den Fokus. In Vorträgen und Foren setzen sich die Expertinnen und Experten damit auseinander, wie Contracting Kommunen entlasten kann.
Reutlingen und Mannheim zeigen, wie’s geht
Der Kongress startet mit einem Vortrag von Dr. Heike Brugger. Die Geschäftsführerin des Instituts für Ressourceneffizienz und Energiestrategien beleuchtet die Rolle der Kommunen in der aktuellen Energiepolitik.
Wie eine erfolgreiche Contracting-Strategie in einer Kommune aussehen kann, zeigt das Beispiel Reutlingen. Laura Seitl, dort zuständig für „Gebäudemanagement Steuerung und Strategie“ und Energiemanagerin Sandra Ziegelmeier erklären, wie die Stadt Energiespar-Contracting nutzt, um ihre Gebäude zu modernisieren.
Auch Mannheim setzt mit Erfolg auf Contracting. In seinem Vortrag berichtet der Unternehmensberater Thomas Kapitel von einem erfolgreichen Mannheimer Energiespar-Contracting-Projekt aus Sicht des Projektentwicklers.
Fachforen am Nachmittag
Drei parallel stattfindende Foren am Nachmittag bieten die Möglichkeit, Themen zu vertiefen: Dabei geht es um die Umsetzung der kommunalen Wärmeplanung mit Contracting, um Energiemanagement oder erfolgreiches Sanieren. Die Vertreterinnen und Vertreter der Kommunen und Klimaschutz- und Energieagenturen können in den Foren direkt mit Contractoren und anderen Fachakteurinnen und -akteuren aus der Branche sprechen. Sie lernen Contracting-Beispiele aus der Praxis und Lösungen kennen, die zeigen, wie Kommunen große Schritte hin zu mehr Effizienz und einer fossilfreien Energieversorgung machen können. Auch aktuelle Themen wie die Entwicklung der Digitalisierung, der Einsatz Künstlicher Intelligenz und die aktuelle Energiepolitik finden Eingang in die Gespräche. Weiter informieren und anmelden. ■
Quelle: KEA-BW / ml
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