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Baurobotik

Einsatz kognitiver Robo­ter im Gebäu­de­betrieb

Digitale Helfer im Alltag: Kognitive Roboter entlasten Menschen dort, wo Personal fehlt.

Neura Robotics

Digitale Helfer im Alltag: Kognitive Roboter entlasten Menschen dort, wo Personal fehlt.

Robotik-ready Gebäude: Drees & Sommer und Neura Robotics legen Grundlagen für den Einsatz von Robotik im Gebäudebetrieb.

Angesichts von Fachkräftemangel, steigenden Kosten und hohen Anforderungen an Hygiene und Verfügbarkeit kooperieren Drees & Sommer und Neura Robotics, um Gebäude für den nahtlosen Einsatz von Robotern im Facility-Management zu optimieren und so den Gebäudebetrieb effizienter zu gestalten.

Der Einsatz autonomer Systeme im Gebäudebetrieb wird seit Jahren diskutiert, bleibt in der Praxis jedoch oft hinter den Möglichkeiten zurück. Denn Robotik entfaltet ihr volles Potenzial erst im Zusammenspiel mit der Umgebung, in der sie eingesetzt wird. Genau hier setzt die strategische Partnerschaft zwischen dem auf Gesamtabwicklung in Bau und Infrastruktur spezialisierten Unternehmen Drees & Sommer und Neura Robotics, Pionier der kognitiven Robotik und physischen KI („Physical AI“), an.

Ziel der Zusammenarbeit ist die Gestaltung von Gebäuden als interaktive und lernende Systeme. In diesen Systemen sollen Menschen und Roboter im Betrieb nahtlos und in Echtzeit zusammenwirken. Autonome Systeme sollen insbesondere dort zum Einsatz kommen, wo Fachkräfte fehlen.

Anwendungen mit hoher Nutzungsfrequenz

Einen ersten Ansatzpunkt sehen die Unternehmen in Bereichen mit hoher Nutzungsfrequenz, wie beispielsweise in Sanitäreinrichtungen. Hier stellen die hohe Nutzung, steigende Erwartungen an Sauberkeit sowie die Notwendigkeit durchgehender Verfügbarkeit besondere Herausforderungen dar.

Georg Stadlhofer, Geschäftsführer von Drees & Sommer Österreich, erklärt: „Robotik kann hier gezielt entlasten. Autonome Systeme können Verschmutzungen erkennen, auf situative Anforderungen reagieren, Verbrauchsmaterialien nachfüllen und technische Auffälligkeiten frühzeitig melden.“

Der Einsatz von Robotik soll in vielen Bereichen zu stabileren Prozessen, mehr Transparenz im Betrieb und einer messbaren Qualitätssteigerung führen. Die Herausforderungen im Gebäudebetrieb zeigen sich besonders in Bürogebäuden, Gesundheitseinrichtungen oder Bauten der Verkehrsinfrastruktur.

Kognitive Infrastruktur und Wandel im Facility-Management

„Wir verbinden die physische und die digitale Welt und schaffen so die Voraussetzungen dafür, dass Roboter künftig besser mit ihrer Umgebung und mit Menschen interagieren können“, sagt Stadlhofer. Gleichzeitig verändert die Automatisierung die Aufgabenbereiche der Menschen im Facility-Management: Routinetätigkeiten nehmen ab, während Steuerung, Kommunikation und Servicequalität stärker in den Fokus rücken.

„Schon sehr bald werden Roboter nicht nur Werkzeuge sein, sondern selbstverständliche, intelligente Begleiter in unseren Gebäuden“, erklärt David Reger, CEO von Neura Robotics. „Vernetzt, lernfähig und autonom werden sie genau dort reinigen, warten und instand halten, wo heute Fachkräfte fehlen.“ Grundlage dafür ist der „Sensorized Environment“-Ansatz: Gebäude erfassen dabei kontinuierlich Informationen über ihre Nutzung und ihren Zustand, etwa zu Bewegungen, Abläufen oder technischen Gegebenheiten.

Veit Thurm, Partner bei Drees & Sommer und verantwortlich für die Kooperation, erklärt: „Wir reden hier nicht mehr nur über Gebäudetechnik, sondern über kognitive Infrastruktur. Gebäude erfassen ihre Umgebung, interpretieren Situationen und interagieren mit Robotern – sicher, skalierbar und zunehmend autonom.“ So entstehen lernfähige Gebäude, in denen Robotik bereits in der Planung systematisch mitgedacht wird.

„Der Einsatz von Robotik ist Teil eines grundlegenden Wandels im Facility-Management – hin zu datenbasierten, vernetzten und zunehmend automatisierten Betriebsmodellen“, sagt Stadlhofer abschließend. ■
Quelle: Drees & Sommer / ml

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