Vertreter der Berliner SHK-Innung waren Anfang April in Kairo, um Bewerber für die duale Ausbildung auszuwählen.
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Vom 6. bis 10. April 2026 reisten Geschäftsführer Andreas Koch Martin und Projektmitarbeiter Huzayfa Dabbas für die Innung Berlin nach Kairo, um geeignete Bewerber für die Ausbildung zum Anlagenmechaniker SHK auszuwählen. In zwei Auswahlkommissionen wurden nach intensiven Assessment Centern mehrere hochmotivierte Kandidaten ausgewählt. Die jungen Männer im Alter zwischen 20 und 27 Jahren verfügen über eine solide technische Vorbildung durch den Besuch technischer Oberschulen sowie über praktische Erfahrungen.
Sprachkurs und Matching mit Betrieben
Die ausgewählten Bewerber absolvieren nun einen weiteren intensiven Sprachkurs, bevor sie nach Berlin kommen. Anschließend übernimmt die Innung das Matching mit Ausbildungsbetrieben. Über das senatsgeförderte Projekt SHKkompass stehen zudem Coaches bereit, die die jungen Menschen beim Start in Deutschland und während der gesamten Ausbildung begleiten. Die Senatsverwaltung SenASGIVA hat darüber hinaus feste Azubiwohnplätze zugesagt – ein wichtiges Signal für das Gelingen der Rekrutierung.
GIZ-Programm fördert qualifizierte Migration
Eingeladen hatte die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) Ägypten, die mit dem Programm THAMM („Towards a Holistic Approach to Labour Migration Governance and Labour Mobility in North Africa“) die reguläre und qualifizierte Arbeitsmigration zwischen Nordafrika und Europa fördert. Die Auswahlkommissionen waren besetzt mit Vertretern des ägyptischen Außenministeriums, der Bundesagentur für Arbeit, der GIZ und der Innung Berlin.
Absichtserklärung mit hoher politischer Bedeutung
Ein Höhepunkt des Besuchs war die Unterzeichnung einer Absichtserklärung zur vertieften Zusammenarbeit im Bereich regulärer Migration in das duale Ausbildungssystem. Dass der stellvertretende ägyptische Außenminister Nabil Habashi persönlich anwesend war, unterstreicht die hohe politische Bedeutung dieser langfristig angelegten Partnerschaft.
GIZ
Zweiter Besuch nach 2024
Bereits vor zwei Jahren hatte die Innung Kairo besucht. Damals ging es vor allem darum, die jeweiligen Ausbildungssysteme, Bildungsketten und curricularen Inhalte kennenzulernen und Perspektiven für eine nachhaltige Zusammenarbeit in Bildung, Ausbildung und Weiterbildung zu entwickeln. Inzwischen hat sich eine große Zahl junger Ägypter für das Programm beworben.
Für die Innung ist die Reise ein weiterer Schritt, neue Wege der Fachkräftesicherung zu gehen und das Thema gesteuerte, qualifizierte Migration aktiv mitzugestalten – ein gesamtwirtschaftlich bedeutsames Anliegen. Für die ägyptischen Partner steht die Förderung der regulären Migration junger Menschen nach Deutschland im Mittelpunkt. Ein Thema, das bereits beim ersten Besuch in Kairo intensiv diskutiert wurde. ■
Quelle: Innung Berlin / ml
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