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Förderprogramme

EH55-Plus: Bund stockt För­der­mittel auf

Erstellt mit Nano Banana 2 / Löschhorn / NR

Die Bundesregierung stockt die Mittel des Förderprogramms EH55-Plus auf. Damit ist das für 2026 drohende Ende der Förderung abgewendet. Offen ist, wie es ab Januar 2027 weitergeht.

Die Bundesregierung hat zusätzliche Mittel für das Förderprogramm EH55-Plus bereitgestellt, mit dem der Neubau und Ersterwerb von Gebäuden im Effizienzhaus- bzw. Effizienzgebäudestandard EH55 gefördert wird. Grund für die Aufstockung ist die hohe Nachfrage: Das ursprünglich eingeplante Budget von 800 Mio. Euro wäre voraussichtlich noch vor Jahresende ausgeschöpft gewesen.

Seit dem Programmstart im Dezember 2025 wurden rund 52.100 Wohneinheiten mit einem Kredit- und Zuschussvolumen von rund 4,9 Mrd. Euro gefördert (Stand: 5. Oktober 2026).

Eckdaten der Förderung

  • Gefördert werden Neubau und Ersterwerb von Wohn- und Nichtwohngebäuden im Standard EH55. Die Wärmeerzeugung muss zu 100 % aus erneuerbaren Energien erfolgen.
  • Bei Antragstellung muss eine gültige Baugenehmigung vorliegen.
  • Es gibt insverbilligte KfW-Kredite von bis zu 100.000 Euro je Wohneinheit.
  • Kommunale Gebietskörperschaften können einen Zuschuss von 7,5 % direkt bei der KfW beantragen.
  • Anträge sind möglich, bis die aufgestockten Mittel verausgabt sind – längstens bis zum Jahresende (Antragseingang bei der KfW spätestens 31. Dezember 2026).

Weitere Informationen unter www.kfw.de/297 und www.kfw.de/299

Branche begrüßt Fortsetzung – warnt aber vor Lücke ab 2027

Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) bewertet die Aufstockung als wichtiges Signal. Noch im Juni war eine Fortsetzung ausgeschlossen worden.

Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des ZDB: „Die Fortsetzung der EH55-Förderung ist ein gutes und wichtiges Signal für die Branche und alle, die bauen wollen. Damit ist die drohende Förderlücke erstmal vom Tisch. Die Politik hat zugehört. Dafür sind wir dankbar.“

Für Planende entscheidend ist der Blick über das Jahresende hinaus: Da die Antragsfrist mit dem 31. Dezember 2026 endet, droht ab dem 1. Januar 2027 eine Förderlücke. Der ZDB fordert deshalb, die Förderung bis zum Start der sogenannten „Zwei-Programme-Welt“ im Sommer 2027 fortzusetzen. Zudem sollen neue Förderangebote unbürokratisch gestaltet werden, um den Zugang und die Umsetzung für Bauherren zu erleichtern. ■
Quellen: BBMWSB / ZDB / ml