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Referenzprojekt

TGA-In­stal­la­ti­ons­wän­de op­ti­mie­ren Brand- und Schall­schutz

Aus der Vogelperspektive: Blick auf die Aufstockung des Studierendenwohnheims in Passau.

Joschija Bauer

Aus der Vogelperspektive: Blick auf die Aufstockung des Studierendenwohnheims in Passau.

Vorgefertigte TGA-Installationstrennwände optimierten bei der Sanierung und Aufstockung eines Studierendenwohnheims in Passau Brand- und Schallschutz sowie Sanitärinstallation.

Das Studierendenwerk Niederbayern/Oberpfalz modernisierte in Passau ein Studierendenwohnheim. Neben der Sanierung von 254 Apartments erfolgte eine zweigeschossige Aufstockung in Holzmodulbauweise, die 100 neue Wohneinheiten schuf.

Für die Installation der Gebäudetechnik setzten die Verantwortlichen auf TGA-Installationstrennwände von Tecesystem. Diese dienten als raumhohe Trennwände zwischen jeweils zwei Apartments und nahmen gleichzeitig die gesamte Sanitärinstallation auf. Die Lösung trug dazu bei, die Anforderungen an Brand- und Schallschutz zu erfüllen und gleichzeitig Bauzeit sowie Platz zu sparen.

Multifunktionale Trennwände

Die eingesetzten TGA-Installationstrennwände vereinen die Funktionen einer Trennwand und einer Installationsebene. Sämtliche Sanitärleitungen, Armaturen und Anschlüsse sind in diesen vorgefertigten Wandsystemen untergebracht. Dies optimierte die Grundrisse und ermöglichte eine Platzersparnis von 10 bis 15 cm Bauraum pro Bad. Die insgesamt 335 verbauten Module von Tecesystem reduzierten Montagezeit, Kosten und Schnittstellen auf der Baustelle. Die Lösung schuf zusätzliche Wohnfläche und erhöhte die Planungssicherheit, insbesondere bei Sanierungs- und Umnutzungsprojekten.

Brandschutz und Schallschutz

Die vorgefertigten Installationswände wurden mit einem Ü-Zeichen als zugelassenes Bauprodukt für Brandschutzkonstruktionen geliefert. Auf der Baustelle erfolgte die Beplankung mit Gipskarton und die Verfüllung mit mineralischer Einblasdämmung. Diese Verfüllung stellte den rauchdichten und hohlraumfreien Abschluss sicher und erfüllte gleichzeitig die Anforderungen an den horizontalen und vertikalen Brand- und Schallschutz. Die Integration des Brandschutzes in die Trennwandkonstruktion machte zusätzliche Brandschutzmanschetten und Deckenvergüsse überflüssig. Zudem bündelten die Wände die Leitungen in einem integrierten Schacht, was die sonst nötige Durchdringung der Wand und damit verbundene zusätzliche Brandschutzmaßnahmen vermied.

Montage und Prozessoptimierung

Die Aufstockung erfolgte geschossweise. Die vorgefertigten Elemente wurden per Kran an ihren Einbauort gehoben. Die Montagezeit pro Modul betrug für zwei Mitarbeiter etwa zwei Stunden. Im Vergleich zu konventionellen Bauweisen, bei denen auf beiden Seiten einer gemauerten Trennwand jeweils ein Schacht für die Installationen nötig ist, wurde hier nur eine Fallleitung und die Steigleitungen angeschlossen, um zwei Bäder zu versorgen.

Die Einblasdämmung trug ebenfalls zur Vereinfachung bei, da der Brandschutz für den gesamten Schacht durch diese Methode abgedeckt war und kein einzelner Durchbruch gesondert geschottet werden musste. Dies reduzierte den organisatorischen Aufwand und die Gefahr, einzelne Brandschutzmaßnahmen zu vergessen. Eine integrierte Trinkwasser-Hygienespülung in den WC-Spülkästen von Tecesystem ermöglichte zudem das Ablassen definierter Warm- und Kaltwassermengen zur Vermeidung von Stagnation, was besonders bei Leerstand oder in Semesterferien relevant ist.

Fazit:

Die Projektbeteiligten bewerteten den Einsatz der Tecesystem-Lösung positiv. Besonders die Kombination mit der Einblasdämmung erleichterte die Umsetzung der Brandschutzanforderungen erheblich. Die Zeitersparnis von der Planung bis zur Fertigstellung wird auf 10 bis 20 % geschätzt. Die Zusammenarbeit mit kompetenten Ansprechpartnern und die Unterstützung auf der Baustelle trugen ebenfalls zum Projekterfolg bei. Die Installationstrennwände bieten eine Lösung, die im Vergleich zu konventionellen Bauweisen Vorteile in Bezug auf Effizienz, Sicherheit und Raumnutzung aufweist.

Quelle: Tece / fl