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50 Jahre IFH/Intherm

Vom regionalen Bran­chen­treff zur süd­deut­schen Leit­messe

So sah das erste Plakat der IFH 1976 aus.

GHM

So sah das erste Plakat der IFH 1976 aus.

Seit 50 Jahren begleitet die IFH/Intherm die Entwicklung der SHK-Branche. Vom regionalen Branchentreff hat sie sich zur wichtigsten süddeutschen Plattform für Sanitär-, Heizungs-, Klima- und Gebäudetechnik entwickelt – und steht heute vor Themen wie Energiewende, Digitalisierung und Fachkräftemangel.

Was 1976 als regionale Fachausstellung begann, hat sich in 5 Jahrzehnten zur zentralen Plattform für Sanitär-, Heizungs-, Klima- und Gebäudetechnik im süddeutschen Raum entwickelt. [→ siehe auch: IFH/Intherm 2026 – die Ju­bi­lä­ums­aus­ga­be] Dem Fachverband SHK Bayern als Gründer der Messe war von Anfang an wichtig, dass Austausch, Weiterbildung und Praxisnähe das Selbstverständnis prägen – lange bevor Themen wie Digitalisierung, Smart Home oder Energiewende den Branchenalltag bestimmten.

Ein entscheidender Entwicklungsschritt folgte 1980 mit der gemeinsamen Trägerschaft der SHK-Fachverbände aus Bayern und Baden-Württemberg. Die fachliche Tiefe wuchs, ebenso die Reichweite der Messe. Auch der einmalige Standort Ulm im Jahr 1982 zeugt von der Dynamik dieser frühen Jahre. Bereits in den 1980er-Jahren setzte die IFH mit Sonderschauen zu Ausbildung, Energiesparen, Altbausanierung und Technologietransfer thematische Akzente und griff Entwicklungen auf, die später branchenweit an Bedeutung gewannen.

„Die IFH war von Anfang an als Plattform gedacht, die das Fachhandwerk stärkt, Wissen vermittelt und Innovationen greifbar macht“, sagt Dr. Wolfgang Schwarz, Hauptgeschäftsführer des SHK-Fachverbandes Bayern. „Dass sie sich über 5 Jahrzehnte hinweg kontinuierlich weiterentwickelt hat, ist Ausdruck dieses Anspruchs.“

Aufbruch in den 1990er-Jahren

In den 1990er-Jahren gewann die IFH zunehmend überregionale Bedeutung. Mit der zehnten Veranstaltung 1994 wurde nicht nur ein Jubiläum gefeiert, sondern auch der Anspruch bekräftigt, dem SHK-Handwerk eine verlässliche Plattform für Austausch und Weiterentwicklung zu bieten. Spätestens Ende des Jahrzehnts hatte sich die Messe als feste Größe mit Strahlkraft über die Region hinaus etabliert.

Einen weiteren Meilenstein markierte das Jahr 2000. Durch die Integration der Intherm und der Erweiterung um Feuerung, Wärme, Umwelt und Gebäudetechnik entstand die IFH/Intherm.

„Diese Erweiterung war ein folgerichtiger Schritt“, erklärt Wolfgang Becker, Hauptgeschäftsführer des SHK-Fachverbandes Baden-Württemberg. „Sie trug der zunehmenden Verzahnung der Gewerke Rechnung und schuf eine ganzheitliche Plattform für das Fachhandwerk.“

Energieeffizienz, Digitalisierung und wachsende Trägerschaft

Mit der Energieeinsparverordnung im Jahr 2002 rückte das Thema Energieeffizienz stärker in den Fokus. Die IFH/Intherm entwickelte sich zu einem Ort, an dem neue Regelwerke, Technologien und Anwendungen verständlich eingeordnet und praxisnah vermittelt wurden. Ob frühe EDV-Lösungen für das Handwerk, Sonderschauen zu Kleinstbädern oder später Smart-Home-Konzepte und digitale Assistenzsysteme – die Messe wuchs kontinuierlich mit den Anforderungen der Branche. Nach der Aufnahme des BVOG / BDH in der Trägerschaft im Jahr 2000 stellten die zusätzlichen Träger aus dem thüringischen und sächsischen Handwerk 2004 beziehungsweise 2008 weitere Meilensteine der dynamischen Entwicklung der Messe dar.

Auch organisatorisch blieb sie flexibel: Die Einführung des Freitags als letzter Messetag trug dem Arbeitsalltag im Handwerk Rechnung. Technologische Entwicklungen wurden früh aufgegriffen, etwa 2014 mit dem Einsatz einer Datenbrille als praxisnahes Beispiel für neue digitale Möglichkeiten.

„Messen sind heute mehr denn je Orte der Orientierung“, sagt Tobias Gröber, Vorsitzender der Geschäftsführung der Gesellschaft für Handwerksmessen mbH, Veranstalterin der IFH/Intherm. „Gerade in Zeiten großer fachlicher und technischer Veränderungen brauchen Betriebe Plattformen, die Zusammenhänge einordnen und persönliche Begegnungen ermöglichen.“

Zäsur und Neustart

Ein einschneidendes Ereignis folgte 2020 mit der pandemiebedingten Absage der Messe – erstmals in ihrer Geschichte. Umso deutlicher wurde bei der Rückkehr 2022, wie wichtig der persönliche Austausch für die Branche ist: als Signal für Dialog, Vernetzung und gemeinsames Vorankommen.

Heute steht die IFH/Intherm vor neuen, großen Aufgaben. Energiewende, Deckung des Fachkräftebedarfs, Digitalisierung und Nachhaltigkeit prägen die Agenda. Der Kern der Messe ist jedoch derselbe geblieben: Orientierung geben, Innovationen verständlich machen, Angebot und Nachfrage im persönlichen Kontakt zusammenführen und das SHK-Handwerk in seiner täglichen Praxis unterstützen.

„Seit 50 Jahren begleitet und prägt die IFH/Intherm die Entwicklung der SHK-Branche und bietet Raum für Austausch und Einordnung“, fasst Dr. Wolfgang Schwarz zusammen. ■
Quelle: GHM / ml

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