Die Grundtendenz bei Haushalts- und Wärmepumpenstrom für 2027 ist über die Infektion der Beschaffungspreise durch das hohe Gaspreisniveau: deutlich steigend. Bei den Netzentgelten kommt es hingegen auf die Adresse und bei Wärmepumpenstrom zusätzlich auf den Netzanschluss an. Das zeigen die vorläufigen Preisblätter für 16 ausgewählte Strom-Verteilnetze mit einer fallspezifischen Berechnung der Netznutzungsentgelte, jeweils brutto, ohne Messstellenbetrieb (MSB) für das Jahr 2027.
JV / Grunddaten: Preisblätter der VNB 2026 / 2027 vorl.
Feld A zeigt die Entwicklung für einen Haushalt mit einer Netzentnahme von 4000 kWh im Jahr 2027; Feld B das zusätzliche Netznutzungsentgelt bei einer Netzentnahme von 6000 kWh über Modul 1 für eine Heizung-Wärmepumpe und im Vergleich dazu Feld B das Netzentgelt für die gleiche Netzentnahme über Modul 2.
Die Länge der Veränderungspfeile zeigt ungleiche Entwicklungen beim Umfang und bei der Richtung, sodass für konkrete Adressen Mittelwerte eine untaugliche Information sind. Für Modul 2 zeigt sich erneut: Die Veränderungspeile sind kürzer, enden weiter links und variieren weniger stark. Hintergrund ist die größere Dämpfungswirkung des um 60 % reduzierten Netzentgelt-Arbeitspreises.
Die andere Rangfolge in B und C gegenüber A verdeutlich den Einfluss der regional unterschiedlichen Gestaltung von Netzentgelt-Grund- und Arbeitspreisen. ■
Quelle: Preisblätter 2026 und 2027 (vorläufig) der im Bild genannten Verteilnetzbetreiber; eigene Berechnungen / jv