Sechs Monate nach ihrer Inbetriebnahme stellt die Photovoltaikanlage auf dem Dach des Signal Iduna Park, der Heimspielstätte von Borussia Dortmund, ein Beispiel für erneuerbare Energien im internationalen Sport dar.
Die Installation wird künftig über 4 GWh erneuerbaren Strom pro Jahr erzeugen. Diese Energiemenge entspricht dem Bedarf, um die Flutlichtanlage des Stadions rund 1000 Spieltage lang zu betreiben. Gleichzeitig werden jährlich etwa 1700 t CO2-Emissionen vermieden.
BVB / Patrick Ridder
Strategische Ausrichtung der Energieversorgung
Die seit Dezember 2025 vollständig in Betrieb befindliche Anlage ersetzt ein früheres System, das den gestiegenen Energieanforderungen des Vereins nicht mehr gerecht wurde. Die Modernisierung ist Bestandteil der Nachhaltigkeitsstrategie von Borussia Dortmund und unterstützt das Ziel, den Stadionbetrieb langfristig durch eine großflächige saubere Energieerzeugung zukunftssicher zu gestalten.
Florian Demnitz, Energy Manager bei Borussia Dortmund, kommentiert: „Für uns war dieses Projekt der nächste konsequente Schritt auf unserem Weg zu mehr Nachhaltigkeit. Wir hatten bereits eine Solaranlage auf dem Dach, aber es war klar, dass wir noch mehr erreichen können. Wir benötigten noch mehr Leistungsfähigkeit, um sicherzustellen, dass der Energiebedarf des Stadions auch in den kommenden Jahrzehnten gedeckt werden kann.“
Dennis Ewert
Technologie und Integration
Die Anlage wurde von Borussia Dortmunds Energiepartner RWE entwickelt. Im Fokus standen dabei die Maximierung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien sowie der Erhalt des Erscheinungsbildes des Signal Iduna Park. Zur Sicherstellung dieser Balance entschieden sich Borussia Dortmund und RWE für JA (ehemals JA Solar) als Technologiepartner.
Die Anlage besteht aus insgesamt 11.132 bifazialen n-Typ-Modulen des Typs JA JAM54D41/LB mit einer Leistung von bis zu 450 W / Modul. Diese Module bieten im Vergleich zu herkömmlichen Modulen einen höheren Wirkungsgrad sowie eine geringere Leistungsdegradation über die gesamte Betriebsdauer. Die Doppelglas-Konstruktion erhöht die Widerstandsfähigkeit und trägt zu einem zuverlässigen Betrieb über die geplante Lebensdauer von 30 Jahren bei. Durch das bifaziale Design wird das Sonnenlicht sowohl auf der Vorder- als auch auf der Rückseite der Module genutzt, was den Energieertrag zusätzlich steigert.
BVB / Alexandre Simoes
Ein Full-Black-Design ermöglicht eine harmonische Integration in die Dachlandschaft des Stadions und bewahrt die visuelle Identität des Signal Iduna Park, während es gleichzeitig die schwarz-gelben Vereinsfarben von Borussia Dortmund aufgreift. Die Module werden nach dem ITS Supply Chain Standard von JA gefertigt und erfüllen Anforderungen hinsichtlich Nachhaltigkeit und vollständiger Rückverfolgbarkeit.
Alastair Mounsey, Vice President Europe bei JA, erklärt: „Wir sind stolz darauf, als Modullieferant für ein solch wegweisendes Projekt ausgewählt worden zu sein. Für uns ist dies ein Beleg für die Qualität und Zuverlässigkeit unserer Technologie.“
BVB / Alexandre Simoes
Betriebsstart und Modellcharakter
Die Solaranlage leistet bereits einen Beitrag zu den Nachhaltigkeitszielen von Borussia Dortmund, indem sie sauberen, erneuerbaren Strom für Spieltage und weitere Veranstaltungen bereitstellt. Florian Demnitz ergänzt: „Wir sind mit der Leistung der Solaranlage in den ersten Monaten ihres Betriebs sehr zufrieden. Die Ergebnisse entsprechen vollständig unseren Erwartungen. Das Projekt hat bereits einen spürbaren Einfluss auf die Energieversorgung und die betriebliche Effizienz des Signal Iduna Park. Gleichzeitig hoffen wir, dass es andere Sportorganisationen dazu inspiriert, ihre eigenen Nachhaltigkeitsziele entschlossen voranzutreiben.“
Das Projekt zeigt, wie Solartechnologie in großem Maßstab in bestehende Infrastruktur integriert werden kann – von Stadien bis hin zu Städten. Der Signal Iduna Park ist somit ein Beispiel dafür, wie Sport und erneuerbare Energien zusammenwirken können.
Quelle: JA / fl
BVB / Hendrik Deckers