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SHK-Konjunkturbarometer

2025-Q2: SHK-Geschäftsklima stag­niert knapp über null

Nach sechs Quartalen im negativen Bereich verzeichnete das Geschäftsklima der Haus- und Gebäudetechnik erstmals im 1. Quartal 2025 wieder einen positiven Wert von +1 Punkten auf der Skala von −100 bis +100. Im 2. Quartal 2025 verharrte es mit +1 auf niedrigem Niveau.

VDS / VdZ SHK-Konjunkturbarometer 2. Quartal 2025

Die aktuelle Geschäftslage wird von allen Vertriebsstufen und Produktgruppen in der Haus- und Gebäudetechnik weiterhin leicht positiv wahrgenommen. Der Wert liegt im 2. Quartal 2025 bei +3. Die Erwartungen für das folgende Quartal sind dagegen erneut leicht negativ. Dies führt im Saldo zu einem Geschäftsklima von +1 Punkten.

VDS / VdZ SHK-Konjunkturbarometer 2. Quartal 2025

Blick in die Vertriebsstufen

Die installierenden Unternehmen bewerten die Lage deutlich besser als der Durchschnitt. Das Geschäftsklima liegt hier bei +17 Punkten. Trotz der konjunkturellen Abschwächung bei Neubau- und Sanierungsprojekten weisen die installierenden Unternehmen ein stabil positives Geschäftsklima aus. Die Industrie meldet mit +11 Punkten ebenfalls einen positiven, aber etwas schwächeren Wert. Besonders verhalten fällt die Einschätzung der Großhändler aus: Ihr Geschäftsklima liegt bei -24 Punkten.

VDS / VdZ SHK-Konjunkturbarometer 2. Quartal 2025

Unterschiede bei den Produktgruppen

Zwischen den drei Produktbereichen zeigt sich eine unterschiedliche Entwicklung.

● Sanitär: Bereits seit 2022 negativ, erreichte der Bereich Ende 2023 seinen Tiefpunkt. Seit drei Quartalen liegt das Geschäftsklima aber wieder stabil im positiven Bereich (+6).

● Heizung: Nachfragerückgänge machten sich später bemerkbar, aber das Geschäftsklima ist auch im 2. Quartal 2025 noch im Minus (−10).

● Lüftung/Klima: Seit 2024 ebenfalls rückläufig, inzwischen wieder leicht im positiven Bereich (+2).

VDS / VdZ SHK-Konjunkturbarometer 2. Quartal 2025

Ausblick

Die Erwartungen des Wirtschaftsbereichs an das 3. Quartal 2025 bleiben mit −1 negativ. Erste positive Impulse kommen aus dem Gebäudebestand, vor allem durch Sanierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen. Der Neubau zeigt sich dagegen weiterhin schwach. Im 1. Halbjahr 2025 gingen die Fertigstellungen im Neubau zurück. Bei den Baugenehmigungen im Wohnbau zeichnet sich zwar erstmals seit langem eine leichte Trendwende ab, die Gesamtzahlen bleiben jedoch niedrig. Die Prognosen von B+L gehen für 2026 von steigender Nachfrage im Neubau und in der Sanierung aus. Das dürfte sich positiv auf die Haus- und Gebäudetechnik auswirken.

„Das Geschäftsklima hat sich nach langer Schwäche zwar stabilisiert, bleibt jedoch weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Im Sanitärbereich zeichnen sich dabei erste positive Signale ab. Im Heizungssegment lassen steigende Absatzzahlen bei Wärmepumpen zwar Hoffnung auf eine Marktbelebung aufkommen, doch eine wirkliche Absatzwende ist bislang nicht in Sicht. Für eine nachhaltige Erholung braucht die Branche zusätzlich starke Impulse aus dem Neubau sowie ein konsequentes Auflösen des Sanierungsstaus.“ Jens J. Wischmann, Geschäftsführer von VdZ und VDS

VdZ / Viviane Wild

Das SHK-Konjunkturbarometer …

… bildet die konjunkturelle Entwicklung der Unternehmen im Wirtschaftsbereich Haus- und Gebäudetechnik ab. Im Auftrag der VdZ, Wirtschaftsvereinigung Gebäude und Energie, und der VDS, Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft, erstellt die B+L Marktdaten GmbH vier Mal pro Jahr die Berichte zum SHK-Konjunkturbarometer (weitere Infos und ältere Berichte). Die Datengrundlage setzt sich aus Primärerhebungen (Onlinebefragung und Telefoninterviews) sowie aus Primärdaten des ZVSHK-Konjunkturpanels zusammen. Zusätzlich fließen ausgewählte Indikatoren zur Bauwirtschaft und zur allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung in den Bericht ein. Die Einschätzungen der befragten Unternehmen werden als Differenz der positiven und negativen Antworten („Salden“) auf einer Skala von −100 bis +100 dargestellt. Ab 2021 enthalten die Berichte in unregelmäßigen Abständen Zusatzfragen zu aktuellen Themen, die für die gesamte Branche relevant sind. ■
Quellen: VdZ, VDS / jv

Der Artikel gehört zur TGA+E-Themenseite TGA-Marktdaten

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