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Wolfgang Weber, Vorsitzender der ZVEI-Geschäftsführung, warnt anlässlich der Einigung zwischen Bundesregierung und EU-Kommission vor einem Strompreisanstieg, der sich aus der erwarteten Umsetzung von Kraftwerksstrategie und Kapazitätsmechanismus ergeben würde:
„Sollten die bisher bekannten Pläne Realität werden, dann steigen die Strompreise spätestens ab 2031. Je nach Ausgestaltung geht es schnell um ein bis zwei Cent pro Kilowattstunde, die alle Stromkunden – Industrie, Gewerbe und private Haushalte – zahlen müssten. Die Bundesregierung würde ihre bisherigen Anstrengungen für niedrige Strompreise damit selbst konterkarieren.
Da die Stromkunden die Kraftwerksstrategie und den Kapazitätsmechanismus über einen Aufschlag auf den Strompreis finanzieren, steht die Politik in der Verantwortung, von Beginn an alle Flexibilitätsoptionen in das System zu integrieren.
Flexible Lasten und Speicher können den Bedarf an neuer steuerbarer Kraftwerksleistung deutlich reduzieren. Nur so lassen sich die Belastungen für Verbraucher und Wirtschaft im Rahmen halten. Aus Sicht des ZVEI muss die Digitalisierung der Stromnetzinfrastruktur auch vor diesem Hintergrund deutlich schneller gehen.”
Quelle: ZVEI / fl
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