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Praxis-Tipps

7 Fehler beim Modernisieren von Gewerbebauten vermeiden

Loxone-Campus mit PV-Installation.

Loxone

Loxone-Campus mit PV-Installation.

Aus der Erfahrung von mehr als 250 000 mit Partner umgesetzten Bau-Projekten stellt Loxone sieben klassische Modernisierungsfehler vor, die Planer, Handwerker und Unternehmen vermeiden sollten.

Angesichts stark gestiegener Energiekosten modernisieren Betriebe und Unternehmen ihre Gebäude, um Kosten zu sparen. Doch es gibt klassische Fehler bei der Modernisierung, die das Vorhaben erschweren und sogar zu erheblichen zusätzlichen Kosten führen können.

Bedürfnisse der Menschen beachten

Der Industrielle Henry Ford brachte es einmal so auf den Punkt „Das Geheimnis des Erfolgs ist, den Standpunkt des anderen zu verstehen.“ Das trifft den Kern der Herausforderung bei der Modernisierung von gewerblichen Gebäuden. Es gilt nicht nur, die technischen Aspekte und gesetzlichen Bestimmungen zu verstehen, sondern auch die Bedürfnisse der Menschen, die das Gebäude nutzen.

Dabei gleicht das Vorhaben dem Modernisieren eines Schiffes in voller Fahrt. Während es durch das offene Meer stampft, werden neue Motoren eingebaut, Kabinen renoviert und die Navigationssysteme aktualisiert – und zwar so, dass die Passagiere ihre Reise weiterhin genießen können. Jeder Fehler hätte weitreichende Folgen, von verzögerten Reiseplänen über unzufriedene Passagiere bis hin zu erhöhten Kosten. In ähnlicher Weise ist die Modernisierung von gewerblichen Gebäuden eine komplexe Aufgabe, bei der zahlreiche Faktoren berücksichtigt werden müssen und viele Dinge schiefgehen können. Hier die 7 Kardinalfehler der Modernisierung von Gewerbebauten – und wie sie sich vermeiden lassen:

1. Fehler: geschäftliche Bedürfnisse missachten 

Im Gegensatz zu Wohngebäuden haben gewerbliche Gebäude spezifische Geschäftsanforderungen und -standards. Es gilt, diese Bedürfnisse im gesamten Modernisierungsprozess zu berücksichtigen. Dazu gehören Aspekte wie zukünftige Geschäftsentwicklung, Bedürfnisse der Mitarbeiter und Kunden, sowie die Sicherheitsanforderungen. Beispiel Schallisolierung: Fehlt diese oder ist diese unzureichend, sind Störungen oder Konflikte vorprogrammiert. In einem Großraumbüro mit viel Telefonverkehr kann eine intelligente Audiolösung helfen, die etwa einen gewissen Grundpegel schafft und so mögliche „Lautstärkeduelle“ unterbindet. Zudem sorgt eine solche Lösung im Fall der Fälle auch für eine zuverlässige Alarmierung.

2. Fehler: Energieeffizienz und Nachhaltigkeit vernachlässigen

Ähnlich wie bei Wohngebäuden ist die Energieeffizienz auch bei gewerblichen Gebäuden von großer Bedeutung. Sie zu vernachlässigen wäre angesichts der hohen Energiekosten ein Kardinalfehler par excellence. Intelligente Gebäudeautomation kann einen wesentlichen Beitrag zur Energieeffizienz leisten. Besonders im Bereich Heizen, Lüftung und Klimatisierung.

Doch auch woanders liegen Möglichkeiten zu sparen verborgen. Ein Beispiel: In einem Pilotprojekt bei einer Restaurantfiliale einer weltweiten Gastronomiekette konnte durch die Implementierung einer intelligenten HVAC-Regelung (Heizung, Lüftung und Klimatisierung) von Loxone eine Reduzierung des Energieverbrauchs um 30 % erreicht werden. Diese Optimierung gelang ohne jeglichen Komfortverlust und zeigte dabei eine schnelle Effizienzsteigerung, schneller als zum Beispiel durch eine nachträgliche Installation einer Photovoltaikanlage. Die Investition von 4200 € für die Hardware ermöglichte Einsparungen von 4900 € pro Monat bei einem Strompreis von 0,35 €/kWh. Der Return on Invest wurde innerhalb eines Monats erreicht.

3. Fehler: IT-Infrastruktur außer Acht lassen

Die IT-Infrastruktur ist heutzutage ein zentraler Bestandteil jedes gewerblichen Gebäudes. Das sollte auch bei der Modernisierung berücksichtigt werden. Dazu gehört auch, die IT-Infrastruktur zu aktualisieren – einschließlich Netzwerk, Datenverwaltung und Sicherheitssysteme. Ein weiterer Vorteil: Eine solche Infrastruktur kann von einer intelligenten Gebäudeautomation optimal genutzt werden. Tipp: Es empfiehlt sich bei der Installation auf eine Verkleidung zu verzichten, also Kabel & Co. offen zu führen. Das erleichtert die Wartung aber auch die Umsetzung von Änderungen erheblich.

4. Fehler: Zugang zum Arbeitsplatz erschweren

Gewerbliche Gebäude müssen in der Regel Zugänglichkeitsstandards für Menschen mit Behinderungen erfüllen. Dies sollte bei der Modernisierung berücksichtigt werden, beispielsweise durch den Einbau von Aufzügen oder Rampen. Doch der häufigste Fehler beim Thema Zutritt ist der Verzicht auf moderne Möglichkeit des personalisierten Zutritts. Arbeitsabläufe werden häufig durch ein mangelhaftes Zugangskonzept unnötig erschwert und so sogar ungewollt Sicherheitslücken eröffnet.

Eine intelligente Zugangsregelung zum Beispiel mittels Near Field Communication oder Code sorgt hier für Flexibilität. So lassen sich Benutzer einfach verwalten. Auch können Gäste, Partner oder auch Lieferanten einfach einen Tagescode erhalten, um sich in freigegebenen Bereichen zu bewegen. Das System sperrt oder öffnet individuell bestimmte Gebäudebereiche und hilft zugleich etwa durch automatische Türöffner oder eine integrierte Aufzugsteuerungen.

5. Fehler: Modernisierungslösung unflexibel planen

Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit. Das gilt nicht nur für Mitarbeiter oder ganze Unternehmen. Gewerbliche Gebäude sollten sich genauso an geänderte Geschäftsanforderungen anpassen können, wie das Unternehmen oder der Betrieb selber. Eine zu starre Modernisierungslösung kann zukünftige Anpassungen erschweren und zusätzliche Kosten verursachen. Bei einer intelligenten Automation helfen hier ein modularer und skalierbarer Aufbau sowie eine gebäudelebenslange Updatefähigkeit der eingesetzten Software. So lassen sich neue Funktionen individuell an die Bedürfnisse oder Module einfach an ändernde Geschäftsanforderungen anpassen.

Das gilt auch für die Gebäudenutzung im Betrieb: werden beispielsweise weniger Büroflächen wegen Heimarbeit benötigt, lässt sich die Umnutzung als Lager leicht vornehmen – einschließlich der Änderungen bei Lüftung, Heizung, Licht usw. Eine intelligente Gebäudeautomation hilft zudem, die Räume effizienter zu nutzen, indem sie zum Beispiel automatisch erkennt, wenn Räume nicht genutzt werden und Heizung, Beleuchtung, Lüftung etc. entsprechend regelt.

6. Fehler: Kostenfalle Gebäudetechnik unterschätzen

Gewerbliche Gebäude erfordern regelmäßige Wartung und Betrieb. Hierfür gilt es, ausreichende Ressourcen einzuplanen und Prozesse von Anfang an günstig zu planen. Mit intelligenten Systemen, die über ein entsprechendes Monitoring verfügen, kann der Betriebszustand der Gebäudetechnik kontinuierlich überwacht und gewartet werden. Das gewährleistet einen effizienten Betrieb und minimiert Ausfälle.

Eine miniserverbasierte Automationslösung wie die von Loxone geht dabei wichtige Schritte: Zuerst hilft sie, die eigenen Energiebedürfnisse zu verstehen. Danach geht es um die Senkung des Grundbedarfs (Strom und Heizung). Ein typisches Beispiel sind elektrische Handtrockner im Büro. Diese sind häufig 24 Stunden im Standby, obwohl die Bürozeiten nur zehn oder zwölf Stunden betragen. Eine intelligente Automation nimmt etwa die Handtrockner bei Nichtgebrauch komplett vom Netz und beendet damit den Dauerverbrauch. Zu guter Letzt verlagert eine Automation wann immer möglich Energieverbräuche auf Zeiten, in denen der Strom besonders günstig ist oder selbst produziert wird.

7. Fehler: Nutzerkomfort und Gesundheit außen vor lassen

Auch in einem gewerblichen Gebäude sollten der Mensch und seine Bedürfnisse stets im Mittelpunkt stehen. Ein komfortables und gesundes Arbeitsumfeld kann die Produktivität und Zufriedenheit der Mitarbeiter erheblich steigern. Hier gilt es, bei einer Modernisierung Faktoren wie Luftqualität, Beleuchtung, Raumtemperatur und Lärmpegel zu berücksichtigen. Der Klassiker ist der Streit im Büro um die „richtige“ Temperatur. „Zu kalt“, „zu warm“ – auch beim Dauerstreit hilft eine automatische Regelung durch eine intelligente Automatisierung, zum Beispiel durch die Schaffung von unterschiedlichen Klimazonen im Großraumbüro.

Es zeigt sich: Durch die Integration intelligenter Gebäudeautomation in den Modernisierungsprozess eines gewerblichen Gebäudes lassen sich viele klassische Fehler vermeiden und die Effizienz, Nachhaltigkeit und Benutzerfreundlichkeit des Gebäudes erheblich verbessern. ■
Quelle: Loxone / ml

 

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