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ZVSHK: Dauer-Unruhe hemmt Ge­bäu­de­mo­der­ni­sie­rung

ZVSHK-Präsident Michael Hilpert: „Viele Menschen investieren derzeit nicht, weil sie befürchten, dass die politischen Rahmenbedingungen in zwei oder drei Jahren schon wieder anders aussehen.“

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ZVSHK-Präsident Michael Hilpert: „Viele Menschen investieren derzeit nicht, weil sie befürchten, dass die politischen Rahmenbedingungen in zwei oder drei Jahren schon wieder anders aussehen.“

Das Gebäudemodernisierungsgesetz soll Fehler des bisherigen Heizungsgesetzes korrigieren. Der ZVSHK kritisiert jedoch, dass die Politik die Spielregeln permanent ändert, was zu einem Vertrauensverlust bei Eigentümern, Verbrauchern und Handwerk führt.

Das eigentliche Problem bleibt bestehen: Die Politik verändert permanent die Spielregeln. Erst wurde der Wärmemarkt mit hohem politischen Druck in eine Richtung gedrängt. Jetzt folgt eine teilweise Korrektur. Gleichzeitig entstehen neue europäische Vorgaben, Nachweise und technische Anforderungen. Für Eigentümer und Betriebe entsteht so der Eindruck, dass nichts dauerhaft gilt.

Ständige Unsicherheit als Modernisierungshemmnis

„Viele Menschen investieren derzeit nicht, weil sie befürchten, dass die politischen Rahmenbedingungen in zwei oder drei Jahren schon wieder anders aussehen“, erklärt ZVSHK-Präsident Michael Hilpert. Diese Dauer-Unruhe wird zunehmend zum Modernisierungshemmnis im Gebäudebereich.

Das SHK-Handwerk kann die Wärmewende umsetzen. Die technischen Lösungen sind vorhanden, die Betriebe sind da. Was fehlt, sind dauerhaft verlässliche politische Rahmenbedingungen. Deshalb reicht es nicht, einzelne Regeln zu korrigieren oder neue Überschriften zu erfinden. Entscheidend ist, ob die Politik aufhört, den Markt permanent mit neuen Ankündigungen, Korrekturen und Unsicherheiten zu überziehen.

„Die Menschen brauchen keine nächste Heizungsdebatte“, so Hilpert. „Sie brauchen endlich das Gefühl, dass politische Regeln auch länger als eine Legislaturperiode Bestand haben.“

Hohe Stromkosten bremsen die Wärmewende

Wer die Elektrifizierung des Wärmemarktes politisch vorantreibt, muss die Stromkosten senken. Solange Strom teuer bleibt, ist auch die Wärmewende teuer.

Das Gebäudemodernisierungsgesetz kann ein Schritt zur Beruhigung des Marktes werden. Dafür muss das parlamentarische Verfahren jetzt genutzt werden, um das Gesetz einfacher, verständlicher und langfristig verlässlicher zu gestalten. ■
Quelle: ZVSHK / fl

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