Im September 2026 gab es etwas weniger Projektzusagen bei der Heizungsförderung als im Vormonat. Im Durchschnitt der letzten 12 Monate zeigt sich weiterhin eine steigende Tendenz.
Im September 2026 ist die Nachfrage bei der KfW-Heizungsförderung als Einzelmaßnahme (BEG EM) gegenüber dem Rekordniveau der beiden Vormonate gesunken (−16,6 gegenüber August 2026). Das nun seit sieben Monaten erhöhte Niveau korreliert mit einer deutlichen Verteuerung fossiler Brennstoffe nach dem Beginn des Iran-Kriegs am 28. Februar 2026. Am 29. Juli 2026 sind die neuen heizungstechnischen Anforderungen im GModG in Kraft getreten.
JV / Daten: BMWE
Im Juli 2026 wurde die Antragstellung für die Heizungsförderung kurzfristig für eine Umstellung auf neue Förderkonditionen ausgesetzt. Trotz oder wegen dieser Maßnahme bzw. Unterbrechung war der Umstellmonat gemessen an Zusagen der bisher stärkste Monat seit dem Programmstart im Februar 2024.
Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhten sich im September 2026 die Projektzusagen insgesamt um 27,5 % und bei Wärmepumpen um 34,3 %.
Von Januar bis Ende September 2026 lagen die Projektzusagen insgesamt um 48,1% (+108.500) und bei Wärmepumpen 58,1 % (+113.000) über dem Vorjahreszeitraum.
Von Oktober 2025 bis Ende September 2026 gab es insgesamt 444.274 Projektzusagen (im Zeitraum 12 Monate zuvor: 322.015) und bei Wärmepumpen 401.357 Projektzusagen (im Zeitraum 12 Monate zuvor: 267.271). Der gleitende 12-Monate-Durchschnitt steigt bei Wärmepumpen seit dem Programmstart.
Da die Zusagen zur Heizungsförderung praktisch unmittelbar nach dem Einreichen vollständiger Antragsunterlagen hochautomatisiert erteilt werden, spiegeln sie das Marktgeschehen zeitnah wider (bei der Antragstellung muss ein Lieferungs- oder Leistungsvertrag, geschlossen unter Vereinbarung einer auflösenden oder aufschiebenden Bedingung der Förderzusage, vorliegen).
Bilanz: 1. Januar bis 30. September 2026
Grundsätzlich ist zu beachten, dass in der „Anzahl der Zusagen ohne Zusatzanträge“ bei Wohneigentümergemeinschaften und Mehrfamilienhäusern lediglich die Basisanträge exklusive Zusatzanträgen berücksichtigt sind, die „Anzahl Zusagen mit Zusatzanträgen“ wird für Januar bis September 2026 mit 408.957 angegeben.
Zudem erfolgt gebäudebezogen die Zusage für einen einzelnen Wärmeerzeuger oder für mehrere Wärmeerzeuger gleichzeitig. Die Anzahl der zugesagten Wärmeerzeuger (338.613) übersteigt dadurch die Anzahl der Zusagen. Die „Anzahl der Zusagen ohne Zusatzanträge“ dürfte die dichteste Annäherung an die Anzahl der involvierten Heizungsanlagen sein.
Im Zeitraum 01.01. bis 30.09.2026 wurden (noch aktiv) erteilt:
- 334.554 Zusagen ohne Zusatzanträge
- 307.843 Zusagen für Wärmepumpen
- 18.720 Zusagen für Biomasse-Heizungen
- 2.282 Zusagen für Solarthermie
- 8.857 Zusagen für Wärmenetzanschlüsse
- 220.842 Zusagen mit Klimageschwindigkeits-Bonus und
- 92.517 Zusagen mit Einkommens-Bonus
Für die Zusagen (ohne Brennstoffzellenheizungen und ohne innovative Heiztechnik) ergibt sich folgende Wärmeerzeugerstruktur:
- 90,9 % der Zusagen entfallen auf Wärmepumpen
- 5,5 % der Zusagen entfallen auf Biomasse-Heizungen
- 0,7 % der Zusagen entfallen auf Solarthermie-Anlagen
- 2,6 % der Zusagen entfallen auf Wärmenetz-Anschlüsse
- 0,2 % der Zusagen entfallen auf Gebäudenetz-Anschlüsse und
- 0,031 % der Zusagen entfallen auf wasserstofffähige Gas-Heizungen
Seit April 2026 liegen Wärmepumpen bei den Projektzusagen nach Wärmeerzeugern über der 90-%-Marke. In Vorjahresmonaten ergaben sich Anteil von 82,9 % bis 85,0 %.
JV / Daten: BMWE
Anträge für die BEG-EM-Heizungsförderung sind grundsätzlich vor Beginn der Arbeiten zu stellen. Verbindlich reserviert sind die Zuschüsse erst nach einer Zusage durch die KfW. Nach einer Zusage haben die Kunden 36 Monate Zeit, den Heizungsaustausch durchzuführen. Wichtig ist jedoch die Einhaltung von Abschnitt 9.5.1 Zuschussförderung der BEG-EM-Förderrichtlinie. Weitere Infos zur Heizungsförderung: www.kfw.de/nachhaltige-heizung ■
Quelle: BMWE, eigene Berechnungen / jv
Der Artikel gehört zur TGA+E-Themenseite TGA-Marktdaten
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