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Wärmewende

dena-Gebäudereport: Wär­me­pum­pen über­ho­len Gas­hei­zun­gen

Im Jahr 2025 wurden erstmalig mehr Wärmepumpen als Gasheizungen abgesetzt.

Robert Poorten - stock.adobe.com

Im Jahr 2025 wurden erstmalig mehr Wärmepumpen als Gasheizungen abgesetzt.

Der aktuelle Updatebericht zum dena-Gebäudereport 2026 zeigt eine Beschleunigung der Wärmewende. Im Jahr 2025 wurden erstmalig mehr Wärmepumpen als Gasheizungen abgesetzt. Gleichzeitig verzeichnen die kommunale Wärmeplanung und die serielle Sanierung deutliche Fortschritte.

Die Daten des Jahres 2025 belegen, dass Eigentümer und Handwerk die Wärmewende aktiv vorantreiben. Sie setzen verstärkt auf Wärme aus erneuerbaren Energien und reduzieren so die Abhängigkeit von schwankenden Gas- und Ölpreisen.

→ dena-Gebäudereport 2026 – Updatebericht

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) unterstützt diese Entwicklung. Corinna Enders, Vorsitzende der dena-Geschäftsführung, betont, dass Deutschland seine Abhängigkeit von Energiepreisschwankungen reduzieren kann. Sie hebt hervor, dass das Heizen mit Wärmepumpen zunehmend angenommen wird und die serielle Sanierung vor dem Durchbruch steht.

Für die Erreichung der Klimaziele im Gebäudebereich sind ein verlässlicher regulatorischer Rahmen und eine stabile Förderlandschaft entscheidend, um die Marktentwicklung weiter zu unterstützen und Investitionssicherheit zu erhöhen. Die schnelle Umsetzung des Gebäudemodernisierungsgesetzes spielt dabei eine zentrale Rolle.

Wärmepumpen übertreffen Gasheizungen im Absatz

Im Jahr 2025 waren rund die Hälfte (48 %) der verkauften Heizungen Wärmepumpen, was etwa 299.000 Anlagen entspricht. Der Anteil der Wärmepumpen stieg damit von 27 % im Vorjahr auf 48 %. Gleichzeitig sank der Anteil der Gasheizungen, die 2025 noch 44 % der Verkäufe ausmachten. Die Förderzahlen der BEG-Einzelmaßnahmen bestätigen diesen Trend: Rund 85 % der Maßnahmen für Wärmeerzeuger entfallen auf Wärmepumpen. Die Gesamtzahl der geförderten Maßnahmen für Wohngebäude stieg 2025 um 47 % auf 537.787 Maßnahmen. Energieberatende gewinnen in diesem Kontext weiter an Bedeutung, um Hausbesitzenden Orientierung bei Investitionsentscheidungen zu geben.

Serielle Sanierung gewinnt an Bedeutung

Der Updatebericht zeigt auch eine anhaltende Nachfrage nach seriellen Sanierungen. Im Jahr 2025 wurden über 1000 Förderanträge für Projekte mit vorgefertigten Fassadenelementen bewilligt. Da serielle Sanierungen oft in Mehrfamilienhäusern angewendet werden, betrifft dies über 6000 Wohneinheiten. Dies entspricht rund 24 % aller Wohneinheiten, für die eine Förderung nach den Effizienzstandards EH 40 und EH 55 bewilligt wurde. Die dena schätzt, dass etwa 30 % aller Bestandsgebäude für serielle Sanierungen geeignet sind, was diesem Ansatz eine zentrale Rolle für die Transformation des Gebäudesektors zuweist.

Fortschritte in der kommunalen Wärmeplanung

Aktuelle Daten des Kompetenzzentrums Kommunale Wärmewende belegen deutliche Fortschritte bei der kommunalen Wärmeplanung. Zum Ende des 1. Quartals 2026 haben rund 56 % der großen Kommunen mit über 100.000 Einwohnern ihre Wärmeplanung abgeschlossen, weitere 44 % befinden sich im Prozess. Bei den mittleren Kommunen (10.000 bis 100.000 Einwohner) haben 84 % die Planung begonnen oder abgeschlossen.

Auch bei den kleineren Gemeinden unter 10.000 Einwohnern sind mit 49 % bereits knapp die Hälfte im Wärmeplanungsprozess oder haben ihn abgeschlossen; die Frist für diese läuft bis Mitte 2028. Der frühzeitige Beginn der Wärmeplanung schafft Orientierung für Investitionsentscheidungen von Hauseigentümern und kann den Ausbau klimafreundlicher Wärmenetze beschleunigen. ■
Quelle: dena / fl

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